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Schnelllebiges Geschäft

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fußball: FC Elmshorn vom Meister zum Mittelmaßklub, VfL rettet sich, HR überzeugt spielerisch, SVR torgefährlich

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erstellt am 30.Dez.2013 | 16:08 Uhr

Wie schnelllebig das Fußballgeschäft auch im Amateurbereich sein kann, zeigt das zurückliegende Jahr 2013. Am 12. Mai tanzten die Spieler des Oberligisten FC Elmshorn nach einem 4:1-Sieg über Altona 93 im Kreis. „Ein Glanztag“, jubelte Elmshorns Teammanager Eugen Igel, nachdem die Mannschaft um Torschützenkönig Jan Lüneburg als Aufsteiger vorzeitig die Hamburger Meisterschaft erreichte. Vom Aufstieg in die Regionalliga wurde geträumt, vom Pokalsieg.

Heute, nur sieben Monate später, ist der FCE nur noch Mittelmaß. Platz acht, sechs Spiele in Folge ohne Ligasieg. Die sieben Monate zwischen dem Titel im Mai und der aktuellen Winterristesse lesen sich wie eine Chronik des stetigen Abstiegs: Ende Mai verliert der FCE das Pokalfinale gegen den SC Victoria (1:2 n. V.), kurz darauf erklärt der Verein seinen Verzicht auf den Aufstieg in die Regionalliga, Leistungsträger wie Lüneburg, Reibe, Jeske und Gersdorf verlassen das Team. Ein Umbruch gestaltet sich schwierig, eine Steuerrazzia im Verein Anfang Oktober und die sportlichen Misserfolge gehen am Team nicht spurlos vorüber.

Jetzt, zum Jahresende, zeichnet sich zudem ab, dass Trainer Achim Hollerieth, im August vom Verband noch zum Amateurcoach des Jahres gekürt, in Elmshorn noch vor Ablauf seines Vertrages (bis Juni 2014) die Brocken vorzeitig hinwerfen könnte. Viele Trainernamen werden gehandelt – das Projekt FCE ist vorerst gescheitert. Zumindest gemessen an den eigenen Ansprüchen.

Das Projekt VfL Pinneberg stand Ende Mai zumindest auf der Kippe. Mit einem Bein waren die Pinneberger, die unter internen Querelen und Inhomogenität im Kader litten, schon in der Landesliga. Ein Sieg im Nachholspiel drei Tage vor Saisonende beim Konkurrenten USC Paloma (1:0) und ein Remis am letzten Spieltag beim FCE (1:1) retteten den VfL in letzter Sekunde, Paloma stieg im Fernduell ab.

„Das war brutal, nie wieder“, schnauffte Trainer Michael Fischer durch – um einen neuen Kader zusammenzustellen, der nun, am Jahresende, als bestplatziertestes Team des Kreises dasteht (Rang fünf).

Dicht gefolgt von der SV Halstenbek-Rellingen. Die hat im vergangenen Jahr ihr Image als graue Maus oder Kampftruppe vom Lütten Hall endgültig abgelegt. Die Bliemeister-Mannen überzeugten durch technisch hochwertigen Offensivfußball. Ein Problem aber hatte HR: kein Co-Trainer hielt sich lange am Thesdorfer Weg. Anfang Mai, noch vor Ende der Saison 2012/13 verließ Ex-Profi Vahid Hashemian HR nach erfolgreicher Arbeit vorzeitig. HR besetzte den Posten des Co-Trainers erneut mit einem Iraner, doch auch Reza Khosravinejad musste Anfang Dezember gehen. Gefeuert, weil er in einer Motivationsrede für das eigene Team Gegner Dassendorf beleidigt haben soll.

Bleibt noch das Jahr des SVRugenbergen: Im Sommer verließen die langjährigen Leistungsträger Tim Vollmer, Christian Dirksen, Artur Frost und Daniel Brehmer den Klub nach Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Ralf Palapies. Auch Manager Frank Ockens warf hin, ebenso wie die talentierten Brüder Daniel und Luis Diaz. Rugenbergen ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, ist derzeit Sechster und hinter Curslack (56) das zweittorgefährlichste Team der Liga (45 Tore).

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