Fussball Oddset-Pokal : Schmerzhaftes Pokal-Aus für Union Tornesch II

Union-Torschützin Jatta Aalto (links) musste aufgrund von Schwindelgefühlen frühzeitig den Platz verlassen.
Union-Torschützin Jatta Aalto (links) musste aufgrund von Schwindelgefühlen frühzeitig den Platz verlassen.

Tornescherinnen unterliegen TuS Berne im Viertelfinale mit 6:7 nach Elfmeterschießen.

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20. Februar 2018, 10:00 Uhr

Tornesch | Maja Lange vergrub den Kopf in ihren Händen. Soeben war der Fußballerin des FC Union Tornesch II als zehnte Schützin der erste und entscheidende Fehlschuss im Elfmeterschießen unterlaufen – 6:7 Pokal-Niederlage gegen den TuS Berne. „Das Viertelfinal-Aus schmerzt enorm. Wir hatten den Sieg bereits so gut wie sicher“, haderte Unions Reinhard Kramer, Sportlicher Leiter der hiesigen Fußball-Frauen.

Im Duell zweier Landesligisten erwischten die Gäste aus dem Nordosten Hamburgs den besseren Start in die Oddset-Pokal-Begegnung und gingen nach 25 Minuten mit 1:0 in Führung. Tornesch hatte dank Jatta Aalto noch vor der Pause die passende Antwort parat – 1:1 (43.).

Im zweiten Durchgang nahm Union das Zepter in die Hand und drückte den Gegner immer tiefer in die eigene Hälfte. In der 79. Minute erlöste Katrin Jaentsch die Tornescherinnen, schob nach einem zunächst parierten Versuch von Alisa Rohlfing den Nachschuss zum 2:1 über die Linie.

Als alles zugunsten der Gastgeberinnen lief, rettete sich TuS Berne per „Lucky Punch“ in die Verlängerung. Union-Torhüterin Jamie-Lee Heusel bekam eine Bogenlampe nicht unter Kontrolle, wehrte den Ball nach vorne ab und vom Körper der TuS-Akteurin Marina Raskopp kullerte der Ball in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 2:2 ins Union-Gehäuse.

„Das war extrem ärgerlich“, haderte Union-Coach Christopher Glißmann, dessen Team die letzten sieben Minuten der Verlängerung zu zehnt beenden musste. Tornesch hatte bereits dreimal gewechselt, als Torschützin Aalto mit Schwindelgefühlen vom Platz musste. Sie hatte einen Schuss unglücklich an den Kopf bekommen.

In der Elfmeter-Lotterie hatte schlussendlich TuS Berne das bessere Ende auf seiner Seite. „Die Spielerinnen können stolz auf die Leistung und das Erreichen des Viertelfinals sein“, leistete Glißmann noch auf dem Platz Aufbauarbeit.

Union Tornesch II – TuS Berne 6:7 n. E. (1:1, 2:2)

Union Tornesch II: Heusel – Kleiner, Wongel (111. Schulz), Lange, Koppers – Prüß, Aalto – Zollinger (90.+2 Timmins), Jaentsch (85. Ladiges), Sander – Rohlfing. Trainer: Christopher Glißmann

Tore: 0:1 Busacker (25.), 1:1 Aalto (43.), 2:1 Jaentsch (79.), 2:2 Raskopp (90.+4)

Bes. Vork.: Jatta Aalto verlässt den Platz aufgrund von Schwindelgefühlen, Union Tornesch muss das Spiel zu zehnt beenden (113.).

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