Hallenfussball : SC Pinneberg kommt ins Hauptfeld

Die Kreisligafußballer des SC Pinneberg jubeln über den Einzug in das Hauptturnier am heutigen Sonnabend.
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Die Kreisligafußballer des SC Pinneberg jubeln über den Einzug in das Hauptturnier am heutigen Sonnabend.

Bert-Meyer-Cup: Kreisligist gewinnt zweites Qualifikationsturnier / „Danish Dynamite“ TuS Hemdingen-Bilsen zündet nur einen Tag

shz.de von
03. Januar 2015, 16:00 Uhr

Der Vergleich war passend. „Der TuS Hemdingen-Bilsen erinnerte mich sofort ein wenig an die Dänen 1992“, zog Roland Lange, Cheforganisator des Fußball-Hallenturniers des VfL Pinneberg um den Bert-Meyer-Cup, den Vergleich zwischen den Kreisklasse-Fußballern und dem dänischen Nationalteam, das bei der Europameisterschaft 1992 in Schweden bekanntlich zunächst nicht qualifiziert war, dann aber aufgrund des Rückzugs des ehemaligen Jugoslawiens nachrückte und praktisch ohne Training überraschend Europameister gegen Deutschland wurde.

Ähnlich lief es bei den Hemdingern beim ersten Qualifikationsturnier des Bert Meyer-Cups am Neujahrstag. „Wir können zwar kein Dänisch“, scherzte Torben Mohr vom TuS nach dem Turnier, „aber auch wir sind nachgerückt für den 1. FC Quickborn (sagte aufgrund von Personalmangel ab, d. Red.), waren der Außenseiter und haben praktisch ohne Training das Turnier gewonnen, es lief einfach rund.“

Völlig unbedarf eilte der Kreisklassist (Staffel 1) am ersten Turniertag von Sieg zu Sieg – und schaffte schließlich als Sieger den Sprung ins gestrige zweite Qualiturnier. Bei dem lief es dann aber nicht mehr so prächtig. „Gleich in unserem ersten Gruppenspiel gegen Sparrieshoop hatten wir Pech“, so Mohr enttäuscht. Kein „Danish-Dynamite“ aus Hemdingen: 1:2-Niederlage und ein verschossener Neunmeter. Auch seine restlichen drei Partien in der Gruppe B verlor der TuS allesamt. Die dominierten zwei andere Teams: Der Bezirksligist SSV Rantzau, der Hemdingen mit 5:0 vom Parkett fegte (dabei gelang Marvin Jensen per Lupfer das Tor des Tages), holte sich Rang zwei (neun Punkte) und wurde im letzten Gruppenspiel vom Kreisligisten SC Pinneberg abgefangen (10 Punkte).

In der Gruppe A holte sich der SC Egenbüttel (Bezirksliga) mit dem starken Alexandros Tsapournis Platz eins vorm Lokalrivalen und Staffelkonkurrenten SV Halstenbek-Rellingen II.

Auch im ersten Halbfinale gegen Rantzau spielte Egenbüttels Tsapournis groß auf, erzielte beim 3:1-Sieg zwei Treffer (drittes Tor: Dennis Lübke). In Semifinale Nummer zwei setzte sich der SCP gegen HR II erst im Neunmeterschießen mit 4:2 durch. In der regulären Spielzeit (1:1) brachte Sebastian Stapel die Pinneberger zunächst mit einem Traumtor von der Mittellinie in Front, Dustin Schomacker gelang jedoch der Ausgleich.

Das Finale hatte es dann nochmal in sich: In einem rasanten Spiel brachte Tobias Veith den SC Egenbüttel zunächst in Front, doch erst glich Benjamin Struck aus, dann sorgte Nico Krüger für den 2:1-Siegtreffer und den Turniersieg. SCP-Power auf dem Parkett in der Halle der Theodor-Heuss-Schule. Die Pinneberger sind für das heutige Hauptturnier qualifiziert. „Wir wollen den einen oder anderen Favoriten ärgern und uns teuer verkaufen“, so SCP-Coach Roesler.

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