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Fussball-Oberliga : Rundreise endet in Tornesch

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jatta Aalto hat schon in halb Europa gespielt. Mit Union Tornesch visiert sie den Titel an.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2017 | 13:00 Uhr

Nach zwei Vize-Meisterschaften in Folge streben die Fußballerinnen von Union Tornesch diesmal nach dem großen Wurf: „Wir wollen beide Titel holen“, hofft Trainer Mahdi Habibpur auf das Double aus Pokal und Meisterschaft. An diesem Vorhaben tatkräftig mitwirken soll auch Neuzugang Jatta Aalto. Die 31-jährige Finnin kam Ende Juli nach Tornesch, steht am Sonntag, 15 Uhr, auswärts gegen den SC Wentorf vor ihrem Pflichtspiel-Debüt im Union-Dress. „Sie kann eine große Hilfe für uns sein“, sieht Habibpur in der 1,72 Meter großen Mittelfeldspielerin durchaus eine Verstärkung für den ohnehin schon „stark besetzten Kader.“

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten bei der Gewöhnung an das neue Umfeld habe Aalto ihren Platz im Teamgefüge zwar mittlerweile gefunden. „Aber es braucht noch ein wenig Zeit“, spricht aus ihr die Erfahrung: 2009 hat Aalto ihre Heimat im finnischen Tampere (etwa 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Helsinki) verlassen. Es folgten sportliche Aufenthalte in Norwegen, Schweden, Deutschland, Österreich sowie in der Schweiz. Dort hat sie auch Deutsch gelernt. „Ich wollte schon immer mal im Ausland spielen“, begründet Aalto, die in jungen Jahren nicht nur Fußball, sondern lange Zeit auch Eishockey spielte und zudem im Winter gerne mal die Langlauf-Skier anschnallte, ihre Reise durch Nord- und Mitteleuropa.

Seit sechs Wochen nun ist der Blondschopf in Tornesch und nach eigener Aussage gekommen, um zu bleiben. So sind nicht nur die spielerischen Fähigkeiten der 31-Jährigen gefragt. Nach ihrem abgeschlossenen Sportmarketingstudium übernimmt sie auch Managementaufgaben im Verein, plant derzeit etwa ein Fußballcamp für Jugendliche in den Herbstferien. Zudem soll sie künftig einige Jugendteams trainieren.

Der Fokus richtet sich bei Aalto aber zunächst auf den Saisonauftakt in Wentorf. „Wir wollen aufsteigen“, hat sie zumindest die Zielsetzung bereits vollends verinnerlicht. So hätten die sportlichen Ambitionen ihres neuen Klubs sowie die bestens ausgestattete Anlage am Großen Moorweg letztlich auch den Ausschlag für einen Wechsel nach Tornesch gegeben. Trotz ihres fortgeschrittenen Fußballeralters sieht sich die beidfüßige Finnin noch lange nicht am Ende ihrer Karriere. „Ich bin jetzt fitter als mit 20“, sagt Aalto und lacht. So trainiert sie nicht nur mit dem Ball, sondern auch im Fitnessstudio an den Geräten. Kraft, die sie braucht, um sich auf ihrer Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld durchzusetzen und eine lange Saison zu überstehen, an deren Ende der erhoffte Titel steht.

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