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Fußball-Landesliga : Rücktritt nach Sieg im Derby

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

VfL Pinneberg II schlägt Blau-Weiß 96 und muss sich einen neuen Trainer suchen / Patrick Funk hört berufsbedingt auf

„Die nächste Zeit schalte ich tagsüber mein Handy aus. Ich habe schließlich noch einen Beruf.“ Manfred Kirsch klingt entnervt. So viel Zeit wie diese Serie kosteten ihn die Fußballer des VfL Pinneberg noch nie. Wenige Tage nach dem Rücktritt von Ligaobmann David Fock müssen Kirsch und Heinz Sellmann aus dem Vorstand die nächste Baustelle schließen. Noch vor dem Heimtreffen, das die VfL-Zweite gegen Blau-Weiß 96 überraschend 1:0 (0:0) gewann, hatte Patrick Funk (33, Foto) darum gebeten, von seinem Vertrag entbunden zu werden. Heute ist sein letzter Arbeitstag als Trainer der Pinneberger Landesliga-Fußballer.

„Als junger Nachwuchstrainer war ich vor allem zum VfL gekommen, etwas von Juri Savitchev zu lernen“, sagt Funk. Dann kapitulierte der Ex-Nationalspieler der UdSSR schon vor dem Ligastart. Funk stieg zum Chef auf, die Probleme, vor allem die personellen Engpässe blieben. Aus sportlichen Gründen sah sich Funk veranlasst, immer wieder Akteure der ersten Mannschaft einzusetzen. Das sorgte für Zündstoff in den eigenen Reihen. Manfred Kirsch bringt noch einen anderen Aspekt ins Spiel: „Erschwerend kam für Patrick dazu, dass er beruflich stärker als bisher eingespannt ist.“ Der Vorstand wird dem Team vorerst anbieten, mit der Ersten sowie mit der Dritten zu trainieren.

Kurios war, dass der VfL II Funk auch ohne Hilfe von oben mit einem Sieg verabschiedete. Die Schenefelder kamen ihnen mit einer schwachen Leistung in Hälfte zwei entgegen. Pech hatten sie aber in der 85. Minute, als der Schiedsrichter ein Handspiel von VfL-Verteidiger Bennet Giesel im eigenen Strafraum ignorierte. Es blieb beim 1:0, das Stefan Kuhlmann mit einem Schuss aus zehn Metern erzielt hatte.

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