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Football : Rückkehr zur „Familie“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Anißa Nowak ist die erste Geschäftsführerin der Fighting Pirates / Heute Heimspiel gegen Hannover

shz.de von
erstellt am 17.Jun.2017 | 16:00 Uhr

Rückblickend lässt sich sagen: Dieser Schritt war unvermeidlich. Anißa Nowak ist seit Anfang Juni Geschäftsführerin der Elmshorn Fighting Pirates. In der neu geschaffenen Position verantwortet sie alle Vermarktungsbelange rund um die American-Football-Sparte des EMTV.

Vor zwölf Jahren kam die mittlerweile 25 Jahre alte Bachelor-Absolventin das erste Mal hautnah mit dem Team aus dem Krückaustadion in Kontakt. Gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester sowie Freundinnen nahm Nowak am Cheerleading-Tryout teil. Das Motto des Gespanns: „Cheerleader aus Leidenschaft“. Während man das Gros der Mädels nie wieder in der Nähe einer Trainingseinheit antraf, entwickelte sich das Cheerleading sowie American Football zur Leidenschaft Nowaks: zuerst als Aktive, mit 14 als Trainerin der Peewees (sechs bis elf Jahre) und später als Coach der Jugend-Teams. Bis zu ihrem 19. Lebensjahr drehte sich Nowaks Freizeit hauptsächlich ums Cheerleading.

Nach dem Abitur wollte Nowak indes ihren Horizont erweitern, raus aus den elterlichen vier Wänden und entschied sich für eine Ausbildung zur Sport- und Eventmanagement-Assistentin. Nach zwei Jahren in Hannover ging es im Januar 2016 zum Langzeitpraktikum nach England, wo die 25-Jährige im Anschluss auch noch ihren Bachelor in Sportmanagement mit Schwerpunkt Marketing ablegte. Das ist gerade einmal knapp vier Wochen her. Eine lange Verschnaufpause gönnte sich die Elmshornerin nicht, sie trat Anfang Juni ihren neuen Job an.

Im Fokus der ersten Vollzeitmitarbeiterin der Pirates stehen die Bereiche Marketing und Sponsorenakquise. „Unser Ziel ist weiter die 1. Bundesliga. Um die Vermarktung der Herren professioneller zu gestalten, was unausweichlich war, haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, eine GmbH zu gründen. Am 31. Mai wurde ich schließlich per Gesellschafterversammlung zur neuen Geschäftsführerin bestimmt“, so Nowak. Der Sitz ihres Büros ist in der Zentrale von Pirates-Hauptsponsor Das Futterhaus am Ramskamp. „Ich bin nicht ins kalte Wasser geworfen worden, bei arbeitsrechtlichen oder zum Beispiel finanziellen Themen hab ich die Unterstützung vom Futterhaus“, so die 25-Jährige, die eine weitere große Stütze im Verein vorfindet: Mutter Sylvia Nowak, ihrerseits Vorsitzende der Abteilung. „Wir haben ein sehr enges und gutes Verhältnis. Wir können uns gegenseitig voll und ganz vertrauen“, sagt Anißa Nowak, auf die in den kommenden Wochen und Monaten viel Arbeit wartet. „Natürlich muss zu allererst der sportliche Erfolg stimmen und wir müssen in diesem Jahr den Aufstieg in die Zweite Bundesliga realisieren. Am heutigen Sonnabend im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Arminia Spartans Hannover (Kickoff 15 Uhr, Krückaustadion, Anm. d. Red.) sind wir also erneut gefordert“, sagt die Geschäftsführerin und führt fort: „Im Hintergrund muss es uns zudem gelingen die Fan-Bindungen zu verbessern und anhand von Social Media-Angeboten wie Facebook und Instagram neue Zielgruppen zu gewinnen. Wir wollen im nächsten Jahr einen Zuschauerschnitt von 2000 erreichen“, so Nowak, was im Vergleich zum Status quo zirka einer Verdopplung entsprechen würde. Um dieses Ziel – Aufstieg vorausgesetzt – in die Tat umzusetzen, sei es wichtig, die Fans zu emotionalisieren. „Es muss uns gelingen, eine Marke zu entwickeln, mit der sich die Leute identifizieren und zwar nicht nur Anwohner aus Elmshorn. Sie müssen Teil der Pirates-Family werden wollen“, so Nowak. Sie selbst ist längst Mitglied dieser Familie.

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