Frauenfussball : Rückkehr eines Torwart-Talents

Fliegt demnächst für den hiesigen Frauen-Verbandsligisten Union Tornesch: Torhüterin Saskia Schippmann (rechts).
Foto:
1 von 2
Fliegt demnächst für den hiesigen Frauen-Verbandsligisten Union Tornesch: Torhüterin Saskia Schippmann (rechts).

Ehemalige Heidgrabener Torhüterin Saskia Schippmann wechselt vom HSV zurück in den Kreis Pinneberg zum FC Union Tornesch

shz.de von
07. Januar 2015, 16:00 Uhr

Das Fußballspielen lernte sie im Kreis Pinneberg, beim Heidgrabener SV. 2007 fuhr ihr Großvater Saskia Schippmann zu einem Probetraining beim großen Hamburger SV, bei dem die junge Torhüterin (Jahrgang 1993) auf Anhieb überzeugte, und in der Saison 2009/10 ins Bundesliga-Team aufstieg. Ihr Debüt gab sie dort mit nur 16 Jahren am 9. Mai 2010 gegen Tennis Borussia Berlin. Als der Bundesliga-Dino seine erste Frauenmannschaft im Sommer 2012 abmeldete, blieb die gebürtige Elmshornerin trotzdem beim Rauten-Klub, spielte noch zwei Jahre lang in der Regionalliga Nord.

Doch jetzt kehrt sie zurück – zwar nicht in die alte Heimat Heidgraben, aber in den Kreis Pinneberg. Schippmann, die bereits unter Torhüter-Größen wie Frank Rost oder Klaus Thomforde trainierte, schließt sich den Verbandsliga-Fußballerinnen des FC Union Tornesch an – endlich, denn schon 2012 liebäugelten die Tornescher mit einer Verpflichtung der talentierten Torfrau mit dem Spitznamen „Schippi“.

„Als der HSV 2012 seine Bundesliga-Mannschaft abgemeldet hat, wurden wir sofort hellhörig“, erklärt Mahdi Habibpur, Trainer der Tornescherinnen. Schippmanns damalige HSV-Mannschaftskameradin Janina Broscheit (ehemals Haye) wechselte damals vom HSV zu Union, versuchte, ihre Freundin ebenfalls von einem Wechsel zu überzeugen – vergeblich. „Saskia ist noch jung, wollte damals noch ein paar Jahre höherklassig in der Regionalliga spielen. Aber der Kontakt riss nie ab, nun konnte ich sie überreden“, erklärt Broscheit.

Mit Union ist sich Schippmann bereits einig, allerdings fehlt noch die Freigabe vom HSV. „Wir freuen uns sehr, dass sie sich für uns entschieden hat. Ich glaube, unsere Trainingsbedingungen auf der neuen Anlage am Großen Moorweg haben ihre Entscheidung positiv beeinflusst, die sind schon fast bundesligatauglich. Saskia wird uns weiterhelfen, ist vielseitig einsetzbar, kann also auch im Feld spielen“, lobt Habibpur seinen Neuzugang.

Wie gut Schippmann – ganz im Stile einer modernen Torhüterin – mit der Kugel umzugehen weiß, zeigte sie beim Hallenturnier der Frauen in Horst, als sie für Union im Feld als Stürmerin mitwirkte und prompt traf.

„Wir hoffen, dass Saskia noch rechtzeitig bis zu unserem Liga-Auftakt am 22. Februar in Bergedorf vom HSV die Freigabe erhält und nicht gesperrt wird“, sagt Habibpur. Beim anstehenden Fußball-Hallenmasters der Frauen (10. Januar, Alsterdorfer Sporthalle) darf er seine talentierte Rückkehrerin noch nicht zwischen die Pfosten stellen.  

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen