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American Football : Rivalen der Netzbahn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

36:7 Sieg über die Pioneers: Elmshorn Fighting Pirates beantworten Beleidigungen im Internet auf dem Feld.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 15:51 Uhr

Die Strafen fielen in gefühlt mindestens jedem zweiten Spielzug – verteilt auf beide Mannschaften. Es ging giftig zu, als sich die Elmshorn Fighting Pirates am Sonnabend mit einem 35:7-Sieg über die Hamburg Pioneers (6:0, 8:0, 13:0, 7:7) auf den dritten Platz der Regionalliga Nord vorschoben.

„Es war jede Menge Rivalität im Spiel“, bekannte Stefan Mau, Headcoach der American Footballer des EMTV. Geschürt wurde diese bereits in den Tagen vor dem Aufeinandertreffen auf dem Feld – in den sozialen Netzwerken des Internets. „Da wollten unsere Jungs die richtige Antwort geben“, so Mau, der über die gelungene Umsetzung dieses Vorhabens auf dem Feld jubelte: „Tatsache ist, dass wir ihnen eine ihrer höchsten Niederlagen beigebracht haben.“

Der Wille, Facebook-Kommentaren etwas Konkretes entgegenzusetzen, ließ einige Seeräuber auch Schmerzen vergessen. Axel Roemersma spielte mit mutmaßlich angebrochenem Finger weiter – und trotzdem hatte der Quaterback noch die Präzision in Hand und Arm, um Touchdown-Pässe auf seine Receiver Felix Doege und Benjamin Mau anzubringen. Auch das Laufspiel über die Running Backs klappte gut. Ein Alexander Jakusch etwa brach mit einer solchen Urgewalt durch die Hamburger Defense, dass ein Pionier weggetreten am Boden liegen blieb und zur Untersuchung mit dem herbeigerufenen Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde.

Böse Absicht war dies aber mit Sicherheit nicht gewesen. Absicht war da schon eher die gute Arbeit in der Defense gewesen. Die Pioneers agierten sehr variabel beim Mix aus Lauf- und Passspiel. Die Antworten der Seeräuber waren sehr viel besser. Zwei Mal brachten sie den Hamburger Quaterback zu Boden. Defense Coordinator Ivo Kolbe regte sich selbst bei einer 29:0-Führung im dritten Viertel noch über Schiedsrichterentscheidungen auf, als läge seine Mannschaft kurz vor Schluss zurück. Sebastian Meß war zuvor wegen unsportlichem Verhaltens vom Umpire-Quintett disqualifiziert worden. Die Entscheidung hatte letztlich keinen Einfluss auf den Elmshorner Erfolg.
 

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