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Basketball : Rist unterliegt im Herzschlagfinale

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wedel kassiert 57:61-Niederlage gegen den Ex-Bundesligisten Artland Dragons. Nur vier Punkte im Schlussviertel.

Nur Sekunden trennten die Basketball-Herren des SC Rist vom perfekten Start in die Zweitliga-Saison 2015/16. Vor 700 Zuschauern in der Steinberghalle, davon viele aus dem niedersächsischen Quakenbrück, hatten die Wedeler den bisherigen Bundesligisten Artland Dragons, der sich im Sommer in die ProB Nord zurückzog, am Rande einer Niederlage, ehe sich Abschlussschwäche und der Respekt vor dem Gegner zu einer 57:61(36:28)-Niederlage des Heimteams und Pro-B-Vizemeisters 2014/15 summierten.

Mit dem Gefühl, eine große Gelegenheit verpasst zu haben, schlichen die Wedeler nach der Schlusssirene vom Parkett und sparten nicht mit Selbstkritik. „Wir hatten unsere Chance, aber wir haben sie nicht genutzt“, sagte Trainer Michael Claxton stellvertretend für sein Team, in dem Helge Baues zum Helden hätte werden können. Der 2,05 Meter große Innenspieler, zuletzt für die Cuxhaven Bascats (jetzt Regionalliga Nord) aktiv, hatte sich früh eine Knieverletzung zugezogen, spielte aber weiter und war mit 17 Punkten nach US-Boy Isaac Gordon (19) zweitbester Wedeler Korbschütze. „Schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat, obwohl wir sehr gut verteidigt haben“, sagte der 21 Jahre alte Baues, der auch für das Pro-A-Team der Hamburg Towers spielberechtigt ist.

Höllenqualen durchlitt Rist-Headcoach Claxton vor allem im Schlussviertel, in das sein Team mit einem Elf-Punkte-Vorsprung (53:42) gestartet war. Die Gäste erkannten nun den Ernst der Lage und trafen fast nach Belieben, während den Wedelern im Angriff nichts mehr gelingen wollte. Mehr als fünf Minuten blieb das Heimteam ohne Korb; ganze vier Punkte, alle von der Freiwurflinie, brachten die Rist-Herren in diesen zehn Minuten zusammen. Angesichts dieser Abschlussschwäche eroberten die Quakenbrücker in der 39. Minute mit 56:55 erstmals wieder die Führung und gaben sie bis zur Schlusssirene nicht mehr ab.

„Wir haben im vierten Viertel nicht einen Schuss aus dem Feld getroffen“, ärgerte sich Claxton. Alles besser machen können und wollen die Wedeler am kommenden Sonnabend im Gastspiel bei Citybasket Recklinghausen (19.30 Uhr). Das Team aus Nordrhein-Westfalen (Tabellen-Neunter) wartet weiter auf die ersten Punkte der Saison, die Wedeler treten die Fahrt ins Ruhrgebiet als Fünfter (zwei Zähler) an.

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erstellt am 05.Okt.2015 | 16:00 Uhr

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