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Fussball : Revanche erneut auf Eis gelegt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Frost im Rasen verhindert HR-Wiedergutmachung für 1:7-Hinspielpleite gegen Rugenbergen. VfL will auf Grand ausweichen.

Zwei Tage weilte Thomas Bliemeister, Trainer der Oberliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen, in Portugal. Der 57-Jährige fahndete im Land des Weltfußballers Cristiano Ronaldo nicht etwa nach einem neuen portugiesischen Ballkünstler für seine Equipe, sondern reiste im Auftrag eines Rellinger Autohauses geschäftlich auf die iberische Halbinsel.

Übermäßig viele Gedanken, wie er seine Mannschaft vor dem Derby gegen den SV Rugenbergen denn motivieren kann, muss sich Bliemeister während seines Rückflugs am heutigen Abend nicht machen – denn wie schon Anfang Dezember, als Orkan „Xaver“ an der Ellerbeker Straße wütete und für einen Ausfall der Rückrundenpartie sorgte, muss das Spiel erneut ausfallen. „Es hätte ohnehin genügt, wenn Thomas das Hinspielergebnis mit einem Filztift an die Wand geschrieben hätte“, sagt Bliemeister-Kumpel und HR-Manager Detlef Kebbe, „eine große Rede hätte er sich für seine Teamansprache nicht einfallen lassen müssen, das Ergebnis wäre für die Truppe Motivation genug gewesen.“

1:7 unterlag HR am 2. Spieltag, erlebte eine bittere Stunde und war auf Wiedergutmachung aus – doch der Rasen in Bönningstedt schaffte es nicht, sich rechtzeitig von der Kälteperiode zu erholen.

„Der Schnee ist zwar weggetaut, aber im Boden steckt immer noch der Frost. Am Dienstag war die Anlage komplett gesperrt, wir wollten spielen, aber es ist nicht möglich. Wir würden uns mit einem einzigen Spiel den Rasen für die komplette Rückrunde zerstören“, so der Rugenbergener Coach Ralf Palapies am gestrigen Nachmittag, nachdem eine Bönningstedter Delegation um Manager Andreas Lätsch das Geläuf noch einmal eingehend unter die Lupe genommen hatte. Die HR-Revanche ist also erneut auf Eis gelegt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Dabei war Palapies’ Team nach dem erfolgreichen Trainingslager auf Mallorca (wir berichteten) und den durchweg positiven Auftritten in der Vorbereitung (u.a. 5:1 gegen Landesligist Wedel und nur knapp 3:4 gegen den Regionalligisten SC Victoria) gewappnet gewesen.

Zwar wäre das Derby für Mario Jurkschat (fünf Treffer im Hinspiel, Knie), Dennis von Bastian (Zahn-OP), Tolga Güvenir (Trainingsrückstand) und Hendrik Rühmann (Knie) zu früh gekommen, ansonsten wären aber alle fit und die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass auch die Winterneuzugänge Steven Tegeler (Norderstedt) und Milos Ljubisavljevic (Elmshorn) in die Startelf hätten rücken können.

Bei HR leitete Torwarttrainer und Ex-HSV-Profi Jürgen Stahrs in Bliemeisters Abwesenheit das gestrige Abschlusstraining, das aufgrund der Spielabsage leicht modifiziert wurde (nur leichte Lauf- und Balleinheiten), lediglich Danijel Suntic plagte eine Erkältung.

Manager Kebbe nutzte die Zeit, um nach den Einheiten ausgiebige Gespräche mit den Spielern zu führen und kann heute verkünden, dass bereits 13 Akteure für die kommende Spielzeit Verträge bei HR unterschrieben haben (u.a. die Leistungsträger de Oliveira, Rottstedt, Krabbes, Hermanowicz, Erdmann und Maksimovic).

„Wir wollen vorzeitig Ruhe im Karton“, sagt Kebbe. Da das morgige Spiel ausfällt, hat HR mit dem Klub Kosovo (Bezirksliga) für Sonntag ein Testspiel auf Kunstrasen (11 Uhr) anberaumt, am kommenden Dienstag will man dann auf dem Kunstrasen von UH-Adler testen.

„Es ist wichtig für uns trotz der Spielausfälle im Rhythmus zu bleiben, um auf dem Punkt da zu sein, wenn es wieder losgeht“, sagt Kebbe und ergänzt: „Wir begrüßen es, dass das Derby in Rugenbergen abgesagt wurde. Das Spiel ist zu wichtig, als dass wir es auf einem vereisten und holprigen Boden austragen sollten.“ Einen Testspielgegner hat auch der VfL Pinneberg in petto. Sollte das Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den SC Vier- und Marschlande ausfallen, würde die Mannschaft von Trainer Michael Fischer beim Regionalligisten Eintracht Norderstedt auf Kunstrasen testen.

„Dass auf unserem Rasen im Stadion I gespielt wird, halt ich für nahezu ausgeschlossen“, sagt Fischer, „jetzt müssen wir abwarten, ob unser Grandplatz bespielbar sein wird. Wenn es regnet, wohl auch nicht. Sollte das Spiel von Norderstedt (gegen Wolfsburg II, d. Red.) auch ausfallen, könnten wir bei der Eintracht spielen.“

Fischer muss wohl seinen Regenschirm einpacken – Bliemeister kann seinen Filzstift hingegen zuhause lassen. Die HR-Revanche ist erneut vertagt.

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erstellt am 07.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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