Fußball : Rantzau verspielt den Sieg

Ein Bild mit Symbolcharakter: Paul Erik Heine (rechts) vom TSV Sparrieshoop lässt Freund und Feind stehen und erzielte in der 90. Minute den Siegtreffer gegen den SSV Rantzau.
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Ein Bild mit Symbolcharakter: Paul Erik Heine (rechts) vom TSV Sparrieshoop lässt Freund und Feind stehen und erzielte in der 90. Minute den Siegtreffer gegen den SSV Rantzau.

Der SSV verliert das Derby gegen den TSV Sparrieshoop in den letzten drei Minuten – 1:2

shz.de von
19. August 2014, 16:00 Uhr

Vielleicht, aber auch nur vielleicht wird sich Andreas Behnemann heute beim Team entschuldigen. Es geht um seine Wut-Rede, die der Trainer des SSV Rantzau im Anschluss an die 1:2 (1:0)-Niederlage seiner Bezirksliga-Fußballer gegen den TSV Sparrieshoop in der Kabine hielt. „Psychologisch war es nicht klug, auf die Spieler einzudreschen“, räumte Behnemann ein. Doch das Bedürfnis, sich „auszukotzen“, sei übermächtig gewesen.

Vielleicht entschuldigen sich ja auch die Akteure. Die haben ihren Trainer mit ihrer schwachen Leistung gegen dessen Ex-Team nach der Pause im Regen stehen lassen, das müssen sie wissen. „Es geht gar nicht darum, dass es ein Derby gewesen ist und Sparrieshoop der Gegner“, sagt Behnemann. Es geht ihm darum, dass die Mannschaft einen wichtigen Schritt nach vorne in der Staffel West verpasst hat und 190 Zuschauer arg enttäuschte. Dabei waren die Klein Offensether doch als punktloser Tabellenletzter an die Düsterlohe gefahren. Am Ende lagen sie sich jubelnd in den Armen. „Wir haben toll gekämpft“, lobte TSV-Trainer Christian Kullock sein siegreiches Team. Das wurde nach Pech bei einem Kopfball von Paul-Erik Heine (70.) in den letzten Minuten der Partie noch belohnt. Torben Büchner schlug die Brandbomben in den SSV-Strafraum, die Claas Rathlau (88.) und Heine (90.) in die ersten drei Saisonzähler verwandelten.

Dem eingewechselten Barmstedter Stürmer Roman Dohrn war anschließend nicht mehr danach zumute, an seinem 23. Geburtstag einen auszugeben. Andreas Behnemann beließ es bei einem schnellen Bier auf dem Stoppelmarkt: „Mir war es zu kühl.“ In den Trainingseinheiten diese Woche wird den Spielern ein eisiger Wind entgegenwehen.

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