American Football : Quo vadis, Fighting Pirates?

Elmshorn verliert Kellerduell in Hildesheim / Sorgen um Reese und Brunstamp

shz.de von
23. Juni 2014, 16:00 Uhr

Elmshorn | Der Beutezug der Elmshorn Fighting Pirates in der German Football League 2 begann vielversprechend. Nur wenige Experten räumten dem Zweitliga-Neuling bei seiner Premiere Ende April bei den Lübeck Cougars realistische Erfolgschancen ein. Das Team um Headcoach Stefan Mau aber schien sich unerwartet schnell an die Gangart in der zweithöchsten Spielklasse zu gewöhnen, enterte erfolgreich den Lübecker Boniamshof (34:27) und fuhr so prompt die ersten Pluspunkte ein.

Seitdem folgten jedoch fünf Niederlagen und der freie Fall in den Tabellenkeller. Dass die Elmshorner diesen auch bis zum Saisonende nicht wieder verlassen und so nach nur einem Jahr wieder die Segel streichen müssen, daran mag Pressesprecher Olaf Mai noch nicht glauben: „Es stehen noch acht Partien aus. Das Team wird bis zum Ende kämpfen. Ich bin noch immer davon überzeugt, dass wir die Liga halten werden.“

Ähnlich sieht es auch Pirates-Vorsitzender Jörg Lorenz, der insbesondere aus dem Auftreten im jüngsten Match bei den Hildesheim Invaders (21:48-Niederlage) Hoffnung schöpft: „Ich bin absolut zufrieden mit der Einstellung und dem Kampfgeist des Teams.“

Ein Team, welches derzeit von enormen personellen Problemen gebeutelt ist. Viele Leistungsträger plagen sich mit Verletzungen oder Krankheit herum und können so gar nicht oder nur bedingt helfen. Dazu zählen etwa die Quarterbacks Tribble Reese (Ellenbogen, Schulter) und Axel Roemersma (hohes Fieber), Runningback Alexander Jakusch sowie Defensive Back Nico Brunstamp, der in Hildesheim nach dem 2. Quarter verletzt passen musste.

Da sahen sich die Pirates bereits mit 7:21 im Hintertreffen, nachdem vor allem Invader Justin Duhaney die Gäste-Defense immer wieder vor enorme Probleme stellte. Der nächste Schock folgte dann in Quarter drei, als auch bei Tribble Reese die Schmerzen zu groß wurden. Er wurde durch Jannik Nowak ersetzt, dem Headcoach Stefan Mau „ein sehr gutes Spiel“ bescheinigte. Lob gab es auch für die Special Teams, die „ihre Sache bestens erledigt“ und so ebenfalls dafür gesorgt haben, dass zumindest ein erneutes Debakel wie im Hinspiel (7:28) verhindert wurde.

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