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Volleyball : Quartett nimmt Abschied mit vielen Emotionen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Emotionale Momente gab es schon viele, wenn in der Jahnhalle die Drittliga-Volleyballer des VfL Pinneberg im Einsatz waren. Am Sonnabend kam beim 3:0 im letzten Heimspiel der Saison über den VC Norderstedt ein weiterer hinzu. Die Pinneberger hatten die regeltechnische Möglichkeit genutzt und zwischen dem zweiten und dritten Satz eine Zehnminutenpause angemeldet. Offiziell, weil die Cheerleader der Holm Panthers einen längeren Auftritt haben wollten. Dass das ein vorgeschobener Grund war, war schnell klar, als Libero Christian Rieck zum Mikro griff: „Hier sind vier Spieler, die heute zum letzten Mal zuhause in der Dritten Liga spielen. Bei denen wollen wir uns bedanken.“

Und so bekamen Chris Copf, Stefan Imke, Sebastian Rieck und André Kulisch schon während des Spiels von ihren Mitspielern einen Kapuzenpullover, eine lebenslange Dauerkarte und – vielleicht am wichtigsten – den großartigen Moment, sich unter Applaus vom Pinneberger Publikum verabschieden zu dürfen. Vor allem bei Kulisch glänzten die Augen feucht, als er nach 16 Jahren in der ersten Mannschaft in die Zuschauermenge winkte.

„Als die Ansage kam, habe ich nur gedacht: Das könnt Ihr nicht machen“, so Sebastian Rieck. „Wie soll ich denn gleich noch in der Lage sein zu spielen?“ Genau das war die große Sorge von VfL-Trainer Daniel Prade gewesen. Seine Mannschaft hatte – auch mit der Absicht, ihren Mitspielern einen erfolgreichen Abschluss zu bereiten – gegen das Tabellenschlusslicht Norderstedt von Beginn an stark gespielt. In den beiden ersten Sätzen hieß es jeweils 25:17 für den VfL. „Ich hatte befürchtet, dass dann so eine Aktion während des Spiels einen Bruch bedeuten könnte und war eigentlich dagegen“, gestand Prade. Am Ende war es die Mannschaft, die ihn umstimmen konnte. Als der VfL dann mit einem 8:1 in den dritten Satz startete, waren auch die letzten Sorgen des Trainers erledigt. Copf, der in Stuttgart wohnt, blieb es vorbehalten, den Matchball zu verwandeln. Mit dem 3:0 ist dem VfL Pinneberg der vierte Tabellenplatz vor dem Saisonfinale am 21. Mai beim Berliner VV nicht mehr zu nehmen.

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