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Triathlon : Problemfall Rantzauer See

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Blaualgen stoppen erneut den Schwimmpart beim Barmstedter Triathlon.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Mit 439 Startern in fünf Wettbewerben war der 5. Barmstedt-Triathlon ausgezeichnet besetzt, obwohl er weit von der 600er-Marke entfernt war, die er im Ausnahmejahr 2013 im Zusammenhang mit den deutschen Betriebssport-Meisterschaften gerissen hatte. Die gute Stimmung trübte einzig der Barmstedter See: Wegen der hohen Blaualgenkonzentration wurde die Schwimmstrecke erneut nicht freigegeben, der Wettkampf beschränkte sich wie bereits im vergangenen Jahr auf Laufen und Rad fahren.

„Sicherheit und Gesundheit gehen vor“, sagte Kampfrichter Uwe Euskirchen von der Schleswig-Holsteinischen Triathlon-Union (SHTU) zu seiner Entscheidung, aus dem Tri- einen Duathlon zu machen. Bis Sonnabend war man beim BMTV noch von einem echten Triathlon ausgegangen. Erst als die DLRG-Helfer Sonntag früh die Bojen zur Abgrenzung der Schwimmstrecke setzen wollten, seien Blaualgen in der Mitte des Sees aufgefallen, sagte BMTV-Sprecherin Birte Bannick.

Dass das Schwimmen durch eine weitere Laufeinheit ersetzt wurde, störte die meisten Teilnehmer nicht: „Man nimmt’s, wie es kommt“ meinte Fabian Günther, Erstplatzierter über die Sprintdistanz, der zum Auftakt nun mit der einfachen Laufrunde von 2,5 Kilometern Länge aufwartete. Für den Hamburger waren andere Faktoren wichtiger: „Das Wetter ist optimal, nicht zu warm, nicht zu kalt, kein Regen.“ Auch der Wind blieb ruhig, so dass auf den Strecken fast Laborbedingungen herrschten. Bei den Frauen siegte über diese Distanz von 2,5 Kilometer Laufen, 20 Kilometer Rad fahren und fünf Kilometer Laufen eine Barmstedterin: Silja Rohlfing. Erstmals zeichnete der BMTV für die Organisation allein verantwortlich. Die Aufgabe meisterte der Verein sehr gut, war der Tenor der Athleten – und das trotz Umplanungen teilweise im letzten Moment. Das lag auch daran, dass Sportveranstalter sich in Barmstedt auf ein dichtes Netz tatkräftiger Helfer aus vielen Organisationen verlassen können – und auf ein begeisterungsfähiges Publikum. Veranstaltungsleiter Torsten Streich fand an der enger gefassten Strecke Gefallen: „Die Zuschauer stehen dichter, die Atmosphäre ist intensiver.“ Das meinte auch Simon Pasquerau, ein französischer Teilnehmer: Es gäbe viel engagiertes Publikum am Parcours, und: „C’est très joli autour du lac“ – es sei sehr schön um den See herum.

Freuen durfte sich der Hamburger Andreas Schade: weniger über seine Platzierung im Mittelfeld, aber über sein Losglück. Er gewann das Triathlon-Rad eines der zahlreichen Sponsoren: „Hat sich gelohnt! Damit bin ich nächstes Jahr hoffentlich schneller.“

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