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Fußball-Oberliga : „Probleme“ so weit das Auge reicht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Oberliga-Spitzenreiter VfL Pinneberg hat die Qual der Wahl. Verletzungspech bei HR reißt nicht ab. SVR fängt bei Null an.

shz.de von
erstellt am 13.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Das Telefon von Michael Fischer steht kaum noch still. Niedergestreckt von einer hartnäckigen Grippe, hütet der Trainer des Fußball-Oberligisten VfL Pinneberg seit über einer Woche das Bett. Um dennoch auf dem neuesten Stand hinsichtlich der Geschehnisse seiner Elf zu sein, befindet sich der Übungsleiter des Ligaprimus im regen Kontakt mit Assistent Börje Scharnberg. „Ich telefoniere am Tag länger mit Börje, als dass ich meine Frau zu Gesicht bekomme“, so der angeschlagene Cheftrainer. Es sind derzeit die einzigen „Probleme“, die sich für Fischer und den VfL auftun. Bis auf den Langzeitverletzten Artur Frost (Knorpelschaden) kann der Spitzenreiter im Duell am Sonnabend gegen den Meiendorfer SV (15 Uhr, Fahltsweide) aus dem Vollen schöpfen.

Ein Umstand, der neue Möglichkeiten allerdings auch Veränderungen mit sich bringt. „Die Jungs scharren mit den Hufen. Wir sind sowohl in der Breite als auch in der Spitze erstklassig aufgestellt. Selbst die Plätze auf der Bank werden eng“, stellt der 47-Jährige klar. Nichtsdestotrotz sieht Fischer eine schwere Aufgabe auf seine Truppe zukommen. „Meiendorf hat uns immer Schwierigkeiten bereitet. Sie haben starke Individualisten und verfügen über ein gutes Umschaltspiel. Angesichts der engen Tabellenkonstellation dürfen wir uns keine Schwächephase erlauben, ansonsten rutscht man schnell auf den dritten oder vierten Rang ab“, so der Coach.

Die SV Halstenbek-Rellingen kann davon bereits ein Lied singen. Noch punktlos im Jahr 2015, ist der kriselnde Kreisnachbar vom ersten auf den vierten Tabellenplatz „durchgereicht“ worden. Etwaige Meisterträume haben sich angesichts von vier Liga-Niederlagen in Serie in Luft aufgelöst. Im Auswärtsduell am Sonntag beim USC Paloma (10. 45 Uhr) geht es einzig und allein darum, den freien Fall zu stoppen. „Wir müssen unbedingt wieder punkten, egal wie“, so HR-Trainer Thomas Bliemeister, dessen personelle Probleme einfach nicht abreißen wollen. Mit Yannik Bräuer (Verdacht auf Mittelfußbruch) und Jephter Agyei Antwi (Leistenverletzung) drohen zwei weitere Akteure langfristig auszufallen. „Es passt in unsere Situation“, so der Coach, der seinerseits alle Register zieht. Um bestmöglich präpariert in das Kunstrasen-Duell an der Hamburger Brucknerstraße zu starten, hat Bliemeister das heutige Abschlusstraining auf den Kunstrasen des FC Union Tornesch (Großer Moorweg) verlegt.

Der SV Rugenbergen hat sein Abschlusstraining derweil hinter sich, da bereits heute Abend das Auswärtsspiel beim Tabellendritten SC Victoria (19. 30 Uhr) auf dem Programm steht. Es wird das zweite Aufeinandertreffen beider Klubs innerhalb von gerade einmal 16 Tagen sein. Ende Februar hatten die Bönningstedter das Nachsehen, unterlagen im Achtelfinale des Oddset-Pokals mit 0:2 und verfielen anschließend in eine mentale Krise. Nichtsdestotrotz spielt laut Ralf Palapies das Thema Revanche keine übergeordnete Rolle. „Wir haben die unglückliche Niederlage analysiert und aufgearbeitet. Wir wollen bei Null anfangen, haben die Resettaste gedrückt. Es geht darum, in den verbleibenden 12 Partien unser bestes Gesicht zu zeigen“, so der Rugenbergen-Coach, der dafür alle Mann an Bord hat.

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