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Fussball-Oberliga : „Pokalfinale kein Ausgleich“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Vereinspräsident Hans Jürgen Stammer zieht Bilanz bei der SV Halstenbek-Rellingen.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Nach sechs Jahren der Oberliga-Zugehörigkeit müssen die Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen wieder den Gang eine Klasse tiefer in die Landesliga antreten. Im Gespräch mit unserer Zeitung blickt HR-Präsident Hans Jürgen Stammer zurück auf eine turbulente Spielzeit, nennt Gründe für den Abstieg und ordnet die Kräfteverhältnisse vor dem anstehenden Oddset-Pokalfinale (Donnerstag, 12.45 Uhr, Stadion Hoheluft) seines Teams gegen Regionalligist Eintracht Norderstedt ein.

Herr Stammer, die Saison für HR ist von Extremen geprägt. Auf der einen Seite steht der Abstieg aus der Oberliga, auf der anderen der Einzug ins Pokalfinale. Welche Schulnote kommt dabei Ihrer Ansicht nach unter dem Strich heraus?

Hans Jürgen Stammer: Da müsste ich Liga und Pokal trennen und eigentlich zwei Noten vergeben: eine Sechs für die Liga, eine glatte Eins für den Pokal.

Inwieweit spiegelt die Trennung von Pokal und Liga genau das Dilemma des Teams wider?

Es ist durchaus so, dass wir in beiden Wettbewerben eine Mannschaft mit zwei unterschiedlichen Gesichtern auf dem Platz gesehen haben. Eine Sache, die für uns alle völlig unverständlich ist.
Worin liegen denn die Gründe für den Abstieg?
Es lag vor allem daran, dass unser Kader für die jetzige Saison erst relativ spät zusammengestellt wurde, nachdem Manager Detlef Kebbe den Verein verlassen hat. Wir waren aber damals der Meinung, dass der Kader oberligatauglich ist. Dass es dann so enden würde, damit hat niemand gerechnet.

Kann das Pokalfinale über den verpassten Klassenerhalt hinwegtrösten?
Der Pokal gleicht den Abstieg natürlich nicht aus. Wir freuen uns zwar sehr über den Finaleinzug. Aber wir sind auch traurig über den Abstieg. Die Tränen sind aber mittlerweile getrocknet, so dass wir uns nun auf ein tolles Erlebnis am Donnerstag vorbereiten.

Was gibt Ihnen denn Hoffnung auf eine baldige Wiederkehr ins Hamburger Oberhaus?
Unser Trainerteam für die neue Saison steht ja bereits länger fest. Auch haben einige Stammkräfte signalisiert, bleiben zu wollen. 2010 haben wir es zudem schon einmal gut gemeistert, als wir direkt wieder in die Oberliga aufgestiegen sind. Warum sollte uns das nicht ein zweites Mal gelingen?

Dann ist das Ziel für die neue Spielzeit also ganz klar der Wiederaufstieg?

Für Zielformulierungen ist es noch zu früh. Natürlich wollen wir so schnell wie möglich zurück in die Oberliga. Wir machen uns da aber keinen Druck. Das kann auch noch zwei bis drei Jahre dauern.

Abschließend sind wieder Zahlen gefragt: Wie schätzen Sie das Chancenverhältnis am Donnerstag ein?

Da ich kein Freund von Prozentangaben bin, sage ich mal: Wir sind der klare Außenseiter. Zwar habe ich gerade kein Phrasenschwein dabei, aber der Pokal soll ja seine eigenen Gesetze haben.

 

 



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