American Football : Pirates holen ihren dritten US-Boy

Tribble Reese postete auf Facebook ein Bild seines angelaufenen rechten Arms.
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Tribble Reese postete auf Facebook ein Bild seines angelaufenen rechten Arms.

Maurice Woodard verstärkt die Seeräuber im Abstiegskampf / Sonnabend Heimspiel gegen Cologne Crocodiles

shz.de von
26. Juni 2014, 16:00 Uhr

Elmshorn | Fünf Niederlagen in Folge, inzwischen abgeschlagen Tabellenletzter in der German Footbal League 2 – es läuft nicht rund für die Elmshorn Fighting Pirates. Verletzungssorgen haben die ein oder andere Lücke in dem quantitativ großen Kader aufgedeckt. Nun reagiert der Aufsteiger und holt einen weiteren US-Amerikaner: Maurice Woodard von der Lincoln University in Missouri ist am Mittwoch in Elmshorn eingetroffen. „Eine Allzweckwaffe“, charakterisiert der stellvertretende Pirates-Vorsitzende Olaf Mai der 24-Jährigen, der nach Tribble Reese und Chris Willadsen der dritte US-Amerikaner in der Seeräubercrew ist. Ob Woodward bereits morgen, Sonnabend, im Heimspiel gegen die Cologne Crocodiles (15 Uhr, Krückaustadion) spielberechtigt ist, ist noch offen.

Schlecht wäre das natürlich nicht, denn die personelle Situation ist weiterhin angespannt. Den Seeräubern drohen, zwei weitere designierte Stammspieler für Sonnabend von Bord zu gehen. Jannik Nowak und Axel Roemersma fehlen für diesen Spieltag. Erst in einigen Wochen wird Linebacker Torben Stockfleth zurückkehren. Von Quarterback Tribble Reese hofft die Brücke, dass er so weit wieder hergestellt ist, dass er spielen kann. Der 28-Jährige hatte sich in Hildesheim die Schulter leicht ausgekugelt. Zudem ziert ein großes Hämatom seinen rechten Wurfarm. Ein Bild von dem blau vom Blut unterlaufenen Ellenbogen hat er über den Kurzmitteilungsdienst Twitter gepostet.

Hoffnungsvoll stimmt den Elmshorner Headcoach Stefan Mau die Tatsache, dass er vermutlich wieder auf seinen Topscorer Alexander Jakusch zurückgreifen kann, der sich von seiner schweren Rippenprellung erholt hat.

Mit den Crocodiles kommt eine Traditionsmannschaft ins Krückaustadion, die sechsmal am Endspiel um die deutsche Meisterschaft teilgenommen hat. 2000 gewannen sie den German Bowl XXII gegen die Braunschweig Lions. Fünf Jahre nach einer Insolvenz begann für die Domstädter 2009 der Wiederaufbau mit stetigem Aufwärtstrend. Derzeit stehen die Kölner in ihrem ersten GFL2-Jahr nach dem Reload mit jeweils drei Siegen und Niederlagen auf Platz vier.

Für Mau wäre ein Sieg schon für das Selbstbewusstsein seiner Elmshorner Jungs wichtig: „Wir müssen endlich den Hebel umlegen und uns selbst beweisen, dass wir mehr können als das, was wir bisher gezeigt haben.“

Dabei soll künftig Maurice Woodard helfen. Der Importspieler soll sowohl in der Offense als Widereceiver oder Running Back als auch in der Abwehr als Defense Back einsetzbar sein. Zudem könnte er das sogenannte Special Team als Kickreturner verstärken. Die nackten Zahlen sind erst einmal beeindruckend. Für die Lincoln University stehen im vergangenen Jahr 143 Catches in der Statistik des 1,75 Meter großen Athleten, der 83 Kilogramm auf die Waage bringt – ein Rekordwert. Darauf, dass der 24-Jährige dies auch in Elmshorn auf dem Feld innerhalb kürzester Zeit zeigen kann, hofft auch Uwe Altemeier. „Es ist wichtig, dass möglichst bald Punkte auf der richtigen Seite des Scoreboards stehen.“

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