Volleyball : Pinneberger Axt zu stumpf

Sammelte mit dem VfL Kilometer, aber keine Punkte:    Stephan Wendt.
Sammelte mit dem VfL Kilometer, aber keine Punkte: Stephan Wendt.

Auftaktpleite für VfL-Volleyballer: Mit 0:3 setzte es eine bittere Niederlage bei der TSGL Schöneiche.

shz.de von
21. Oktober 2013, 12:00 Uhr

Dreihundertdreißig Kilometer machen mehr Spaß, wenn man nicht gerade mit 0:3 verloren hat. Aber manchmal kann man sich einfach nicht alles so aussuchen, wie man es gerne hätte.

Und so saßen in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag zwölf Pinneberger VfL-Volleyballer in den Autos und verdauten die Niederlage bei der TSGL Schöneiche. Nach dem Matchball versuchte sich die Mannschaft zu erinnern, wann sie das letzte Mal ein Auftaktspiel in eine neue Saison verloren hat – und konnte sich nicht erinnern. „In den letzten zehn Jahren definitiv nicht“, grübelte Kapitän Lars Lydorf, „wenn überhaupt schon mal in den gesamten fünfzehn Jahren, die ich hier spiele.“ Allerdings hatte der VfL auch noch nie einen so stärkeren Auftaktgegner als in dieser Drittliga-Saison.

Mit Schöneiche wartete eine Mannschaft, die nach der abgelaufenen Spielzeit aus finanziellen Gründen aus der 2. Bundesliga zurückgezogen und dabei aber den Kern der Mannschaft zusammenhalten konnte. In der Anfangsphase der Partie erfüllte Pinneberg die schlimmsten eigenen Befürchtungen. Eine durchwachsene Vorbereitung gepaart mit der Auswärtspartie bei einem starken Gegenüber äußerten sich in einem schwachen und blutleeren 15:25-Satzverlust.

„Doch dann haben wir uns gesagt, dass wir zwar in diesem Jahr individuell und von der Abstimmung her noch nicht so weit sind, wie in vergangenen Jahren. Aber den Einsatz und den Kampf haben wir nicht verlernt“, so Abwehrspezialist Stephan Wendt. Im Folgedurchgang zeigte der VfL dann ein anderes Gesicht und hatte ab dem 24:22 gleich mehrere Satzbälle. Dass Pinneberg den Durchgang nach hartem Kampf dennoch mit 29:31 abgeben musste zeigte dann aber, dass der Mannschaft in entscheidenden Situationen noch ein paar Prozent fehlen, um enge Sätze am Ende für sich zu entscheiden – eine Eigenschaft, die das Team im Vorjahr noch ausgezeichnet hatte. Auch der dritte Satz war bis zum Stand von 17:18 ausgeglichen, dann folgten ein paar individuelle Fehler gepaart mit starken Aktionen der Brandenburger und am Ende hieß es 19:25. Aus, vorbei. Am Ende war die Pinneberger Axt zu stumpf für Schöneiche.

Der VfL hat jetzt ein spielfreies Wochenende und damit zwei Wochen Zeit, um sich auf den nächsten Gegner vorzubereiten. Dann kommt Norderstedt in die Jahnhalle, eine Aufgabe, die kaum leichter ist, als die vergangene. Denn die letzten drei Partien gegen den Segeberger Nachbarn gingen allesamt verloren.

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