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Fußball-Oberliga : Perfekter Tag für Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

VfL feiert nicht nur Rückkehrer Jeske und den Derby-Sieg bei HR, sondern auch Platz eins.

Als die Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg mitten auf dem Jacob-Thode-Platz des Lokalrivalen SV Halstenbek-Rellingen ihren 3:1-Derbysieg feierten, da ließen sie in ihrer Mitte nicht nur einzelne Matchwinner hochleben, sondern auch die kleine Leni-Mercedes Scharnberg. Die Tochter von VfL-Co-Trainer Börje Scharnberg feierte am Sonntag ihren siebten Geburtstag – wie es sich für die Tochter eines Fußballers gehört, am Rande des Spielfelds. Der Mannschaft brachte sie Glück. Oder war es der von Leni-Mercedes selbstgebackene Butterkuchen mit Honig, der den Pinnebergern im Kreis-Derby den entscheidenden Schub gab? „Das war unser Doping vor dem Spiel“, scherzte Scharnberg, der Chefcoach Michael Fischer (weilte auf dem 70. Geburtstag seines Vaters) vertrat, nach der Partie, um dann ernsthaft anzufügen: „Nein, die Mannschaft hatte den größeren Willen, das war ausschlaggebend.“

Doch nicht nur der Wille führte den VfL zum Erfolg, sondern auch der personelle Schachzug, den Scharnberg in Zusammenarbeit mit Fischer ausgeheckt hatte. Weil die Stürmer Thorben Reibe und Flemming Lüneburg angeschlagen waren, boten sie zur Überraschung vieler Tim Jeske als einzige Spitze auf. Der hatte sich am 28. März 2014 (noch im Trikot des VfR Horst) das Kreuzband gerissen – und seitdem nicht mehr in einer Startformation gestanden. Doch Jeske dankte seinen Coaches das Vertrauen und traf per Flugkopfball (nach feinem Pass von Sascha Richert in die Gasse und einem verunglückten Schuss von Alex Borck) zum 1:0 (38.). „Im Training hatte ich zuletzt nicht getroffen. Ich dachte schon, ich hätte es verlernt, umso geiler war das Gefühl nach meinem Tor“, erklärte der Stürmer.

Nach der Führung stellte der VfL auf ein 4-4-2-System um, stand dadurch im Mittelfeld noch kompakter und konterte. So wie in Minute 58, als Fabian Knottnerus auf dem rechten Flügel Patrick Hoppe stehen ließ, in den Strafraum drängte und trocken einschob – 0:2.

Doch gelaufen war das insgesamt faire Derby (nur vier Gelbe Karten) noch lange nicht: Der eingewechselte HR-Angreifer Yiner Arboleda Sanchez nickte nach einem Freistoß am langen Pfosten zum 1:2-Anschlusstreffer ein (72.).

Da er es aber in der Folgezeit gleich zweimal versäumte, freistehend für das 2:2 zu sorgen, gelang es dem bemühten, aber insgesamt konzeptlosen Gastgeber nicht mehr, die Partie vor knapp 500 Zuschauern noch zu drehen. VfL-Kapitän Tim Vollmer war es schließlich, der mit seinem 3:1 (Grätsche am langen Pfosten nach Kopfballverlängerung Reibe) für die Entscheidung sorgte (80.). Dadurch, dass der bisherige Spitzenreiter SC Victoria zeitgleich in Niendorf patzte (1:3), feierten die Pinneberger an diesem rundum perfekten Tag nicht nur Tim Jeske und Glücksbringerin Leni-Mercedes, sondern auch die Zurückeroberung der Tabellenführung.  

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erstellt am 09.Mär.2015 | 16:00 Uhr

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