Fussball-Oberliga Hamburg : Patrick Bethke ab Sommer neuer Cheftrainer beim VfL Pinneberg

Beförderung: Patrick Bethke, noch bis Saisonende Trainer des Reserve-Teams, übernimmt im Sommer die Liga-Mannschaft.stemmer

Beförderung: Patrick Bethke, noch bis Saisonende Trainer des Reserve-Teams, übernimmt im Sommer die Liga-Mannschaft.stemmer

Rückzug des Hauptsponsors sorgt für Umbruch in Pinneberg. Detlef Kebbe und Thomas Bliemeister verabschieden sich per sofort.

shz.de von
26. Januar 2018, 12:45 Uhr

Pinneberg | In der Oberliga Hamburg stehen die Zeichen auf Umbruch. Schon Anfang des Jahres ist klar, dass sechs von 18 Klubs im Amateurfußball-Oberhaus der Hansestadt im Sommer ihren Trainer wechseln werden. Mit dabei: der VfL Pinneberg und der SV Rugenbergen.

Während bei den Bönningstedtern Ralf Palapies nach fast zehn Jahren sein Amt niederlegen wird, um eine Fußball-Pause einzulegen, heuert VfL-Coach Thorben Reibe nach zweieinhalb Spielzeiten am Fahltskamp beim Landesligisten Union Tornesch an.

Patrick Bethke übernimmt ab Sommer beim VfL Pinneberg

Im Gegensatz zum SVR sind die Pinneberger auf der Suche nach einem neuen Trainer bereits fündig geworden – und zwar in den eigenen Reihen.

Patrick Bethke wird ab dem 1. Juli 2018 neuer Cheftrainer beim VfL. Der 31-Jährige coacht seit Dezember 2015 die Pinneberger Zweitvertretung (Landesliga Hammonia). Ende November vergangenen Jahres hatte er jedoch verkündet, sein Amt beim VfL II zum Saisonende niederlegen zu wollen. Nun die Beförderung zum Trainer der Ersten.

Bethke habe die zweite Mannschaft "mit großer Leidenschaft geführt, dabei auch immer die Ziele der Fußballabteilung berücksichtigt", erklärt Heinz Sellmann aus dem Fußballvorstand des VfL.

Das Beschäftigungsverhältnis von Bethke gelte dabei unabhängig von der Spielklasse, wie Sellmann betont. Aktuell stehen die Pinneberger in der Oberliga auf Rang 15, schweben damit in akuter Abstiegsgefahr. Gleiches gilt für die VfL-Zweite in der Landesliga.

Kebbe und Bliemeister gehen

Auch in anderen Personalien gab es beim VfL etwas zu vermelden. So gab der Sportliche Leiter Detlef Kebbe in einer Pressemitteilung bekannt, dass er sich zusammen mit Thomas Bliemeister, der bei den Pinnebergern als Berater tätigt war, per sofort aus dem Verein verabschiedet. Ursache sei der Rückzug des Hauptsponsors Reifendienst Pinneberg zur Saison 2018/19.

Bedingt durch den Ausstieg, der die sportlichen und finanziellen Rahmenbedingungen verändere, „sind wir nach eingehenden Beratungen zu dem Entschluss gekommen, unsere Tätigkeiten zu beenden“, heißt es in der Mitteilung. Auf Nachfrage ergänzte Kebbe: „Ich habe immer leistungsorientiert gearbeitet. Meine Vorstellungen waren beim VfL jetzt nicht mehr umzusetzen.“

Nachdenklich: Heinz Sellmann aus dem Fußballvorstand sieht schwere Zeiten auf den VfL Pinneberg zukommen. Er rechnet mit einem großen Umbruch im Sommer.
Claus Bergmann
Nachdenklich: Heinz Sellmann aus dem Fußballvorstand sieht schwere Zeiten auf den VfL Pinneberg zukommen. Er rechnet mit einem großen Umbruch im Sommer.
 

Vorstandsmitglied Sellmann weiß, dass jetzt schwierige Zeiten auf den Klub zukommen. „Wir gehen davon aus, dass uns einige Spieler aus der Mannschaft verlassen werden. Unser Fokus liegt auf Verjüngung“, so Sellmann. Es sei angedacht, dass „der eine oder andere“ Akteur aus der Reserve-Mannschaft ins erste Glied rückt.

Besonders gute Argumente bei der Suche nach neuen Spielern habe der VfL aber nicht, beklagt Sellmann: „Die Misere der Platzbedingungen ist für uns ein erheblicher Wettbewerbsnachteil.“ Auf Grandgeläufen wolle heutzutage niemand mehr trainieren. Sellmann rechnet damit, dass Spieler aus dem Oberliga-Team dem scheidenden Trainer Reibe Richtung Tornesch folgen, wo unter besten Bedingungen auf Kunstrasen gespielt wird.

Nachholspiele fallen aus

Unterdessen wurde die für Sonntag, 28. Januar, angesetzte Nachholpartie des VfL gegen den FC Süderelbe abgesagt. Die Plätze an der Fahltsweide sind gesperrt. Auch in Bönningstedt wird nicht gespielt. Die Nachholpartie gegen Barmbek-Uhlenhorst fällt ebenfalls aus.

Nun greift Plan B: Der SVR nimmt an einem Blitzturnier in Hamburg-Barmbek teil, wo man auf BU und Landesligist SC Alstertal-Langenhorn trifft. Nicht mit dabei sein wird dann Patrick Ziller, der sich Richtung Union Tornesch verabschiedet hat.

Was die Trainerfrage angeht, sind die Verantwortlichen in Rugenbergen indes noch nicht so weit wie beim VfL. Es seien ausreichend Bewerbungen für die Palapies-Nachfolge eingetroffen, „eine engere Auswahl haben wir aber noch nicht“, so Manager Andreas Lätsch. Im Laufe des Februars wolle man den neuen Trainer präsentieren.

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