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Osdorf bricht den Bann

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: Landesligist gewinnt Stadtsparkasse Wedel-Cup / Gastgeber Wedel verpasst dritten Sieg in Folge

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Auf dem kleinen Holzsockel, auf dem der große silberne Stadtsparkasse Wedel-Pokal thront, ist noch jede Menge Platz für weitere Gravuren. Jährlich wird der Sieger des traditionellen Weihnachts-Hallenturniers des Fußball-Landesligisten Wedeler TSV auf dem Holzfuß des Cups verewigt, wäre es am zweiten Weihnachtsfeiertag allerdings nach Christian Buhrke gegangen, hätte der Graveur nur noch ein einziges Mal rangemusst – dann nämlich, wenn Gastgeber Wedel den Pokal nach 2011 und 2012 erneut gewonnen hätte.

„Die Regel ist, dass derjenige, der den Cup dreimal in Folge gewinnt, ihn bei sich behalten darf und da er in den vergangenen beiden Jahren ohnehin bei uns stand, können wir ihn ja auch gleich behalten“, scherzte der Organisator des Turniers kurz nach der Vorrunde der 39. Auflage des Stadtsparkassen-Cups in der Steinberghalle.

Zu diesem Zeitpunkt war Buhrke vom WTSV noch hoffnungsfroh, dass es mit dem dritten Sieg in Folge (dem zehnten Turniererfolg seit der Einführung 1975 insgesamt) des Gastgebers klappen könnte. Die Wedeler besiegten in ihrem ersten Spiel in der Gruppe A den Bezirksligisten TSV Sparrieshoop mit 2:0 und gewannen auch ihre zweite Partie gegen das Wedeler Allstar-Team (mit den ehemaligen TSV-Größen Ömür Kaplan, Frank Jäger, Tugay Hayran, und Sergej Schulz) souverän mit 4:1, wobei vor allem Neuzugang Pablo Moreira und Khaled Belkhodja überzeugten. Lediglich im letzten Gruppenspiel gab es gegen den Oberligisten SV Halstenbek-Rellingen, in desse Reihen mit Jaques Rodrigues der trickreichste Spieler des Turniers auftrumpfte, eine knappe 3:4-Niederlage. „Wir sind als Zweiter fürs Halbfinale qualifiziert und es geht gegen den VfL Pinneberg, das ist ein gutes Omen, da wir im letzten Jahr gegen Pinneberg im Halbfinale gewannen“, glaubte Buhrke. Doch gegen die Pinneberger, die lediglich mit sechs Feldspielern und Obmann David Fock im Tor zum Turnier gereist waren und in ihrer Gruppe dennoch dominierten, war im Halbfinale Schluss. Hendrik Ebbecke und Felix Mühlich trafen jeweils nur den Pfosten, im Siebenmeterschießen versagten dann zunächst Mühlich und Belkhodja, später dann ausgerechnet dem Ex-VfLer Moreira die Nerven – 1:2.

„Das ist bitter, zumal es zu einer Neuauflage des Finals der letzten beiden Jahre gegen Osdorf gekommen wäre“, gab sich Buhrke nach dem Krimi geknickt. Der Landesligist TuS Osdorf hatte sich in der Gruppe B hinter Pinneberg fürs Semifinale qualifiziert und dort durch Tore vom Ex-Halstenbeker Ali Arslan und von Felix Schlumbohm die favorisierte SV Halstenbek-Rellingen mit 2:1 eliminiert.

Im Finale schien dann schnell alles entschieden, nachdem Pinnebergs Sascha Richert groß auftrumpfte und dreimal zur 3:0-Führung traf. Doch Osdorf wollte den Bann brechen und bei der dritten Finalteilnahme in Folge endlich als Sieger vom Platz gehen. Beim VfL schwanden die Kräfte. Arslan, Schlumbohm, Sven Müller und Torben Krause drehten die Partie binnen Minuten. „Wir hatten übers gesamte Turnier kaum Wechselspieler, waren stehend k.o.“, so VfL-Spieler Fabian Knottnerus nach der Schlusssirene erschöpft.

Turnier-Organisator Buhrke war trotz des Ausscheidens seines TSV zufrieden: „Wir gönnen Osdorf den Sieg – auch wenn sich der Cup in unserer Vitrine sehr gut gemacht hätte“.

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