zur Navigation springen

Fussball-Oddset-Pokal : Okafor schießt HR ins Halbfinale

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der abstiegsbedrohte Oberligist kegelt den Hamburger Serienmeister aus dem Wettbewerb

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2017 | 00:00 Uhr

Verkehrte Welt auf dem Jacob-Thode-Platz. Die Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen haben im Oddset-Pokal-Viertelfinale den hochfavorisierten Hamburger Serienmeister TuS Dassendorf aus dem Wettbewerb geworfen. Vor 200 Zuschauern bei wechselhaftem Osterwetter bezwang der abstiegsbedrohte Oberligist den Tabellenzweiten mit 1:0 (1:0). „Eine großartige kämpferische Leistung von HR. Da kann man nur gratulieren“, zollte auch Dassendorf-Trainer Thomas Hoffmann den „Baumschulern“ Respekt.

Im Gegensatz zum Liga-Heimspiel Mitte März, als HR trotz guter Anfangsphase mit 0:2 das Nachsehen hatte, sah es für die Mannschaft von Trainer Heiko Barthel zunächst aber gar nicht gut aus. Die Gäste aus Dassendorf erspielten sich in den ersten 20 Minuten Chance um Chance, von den Hausherren kam überhaupt nichts. „Nach 15 Minuten können wir auch 0:2 hinten liegen“, musste sich Barthel eingestehen, „da hatten wir Glück.“

Doch noch vor der Pause wendete sich das Blatt. Erst setzte der auffällige Sergio Batista Monteiro Stürmer Christian Okafor mustergültig in Szene, der herausgeeilte TuS-Torhüter Frederic Böse parierte jedoch glänzend in höchster Not (37.). Beim zweiten Torversuch Okafors sollte aber auch der starke Böse machtlos sein. Niklas Siebert bediente den Angreifer rund 20 Meter halblinks vor dem Tor – und es sollte ein echter Wahnsinnsschuss folgen. Per Direktabnahme mit dem Außenrist zirkelte Okafor den Ball in den rechten Winkel und sorgte für pure Ekstase in Halstenbek (44.). „Wie er das gemacht hat, weiß ich gar nicht“, zeigte sich auch Trainer Barthel beeindruckt von dem Hammer-Tor seines Schützlings.

Es war ein echter Wirkungstreffer von HR zu einem idealen Zeitpunkt. Von dem ambitionierten Gästen, die seit Jahren den Gewinn des Oddset-Pokals anpeilen, sollte nach dem Seitenwechsel nicht mehr viel kommen. Dassendorf hatte zwar ein deutliches Plus an Ballbesitz, richtig gefährlich wurde es aber nicht mehr vor dem HR-Gehäuse. „In der zweiten Halbzeit war das Überlebenskampf pur“, meinte Barthel, der das Viertelfinale gegen Dassendorf angesichts des Restprogramms im Oberliga-Abstiegskampf als das „unwichtigste Spiel“ im Saisonendspurt bezeichnete. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir befreit reingehen können. Endlich haben wir mal keinen Abstiegsdruck“, so Barthel. Und vielleicht war genau das der Schlüssel zum Erfolg.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen