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Fussball-Oberliga : Nur wenig Verzückung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: VfL Pinneberg kann beim 3:0 gegen Buxtehude nur eine Halbzeit lang überzeugen

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Die Rückansicht der Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg sahen die Gäste aus Buxtehude in Halbzeit eins nur selten.

Kaum konnten die Pinneberger ihre Schnellligkeitsvorteile ausspielen und sich in Kontersituationen auf und davon machen. Der Buxtehuder SV stand tief, aber nicht so tief wie von VfL-Coach Michael Fischer im Vorwege prognostiziert. So ergaben sich für den Favoriten von der Fahltsweide Räume – und plötzlich sahen die Gäste doch zweimal die Rückansicht eines Pinnebergers – und zwar die von Flügelstürmer Flemming Lüneburg. In Minute 13 war er mit dem Kopf zur Stelle, nachdem Thorben Reibe Gästekeeper Menzel überlupft hatte – 1:0. Und auch in Minute 38 spielte Lüneburgs Rücken eine Rolle. Oder doch nicht? „Das war mein Tor“, jubelte er nach dem 2:0 für den VfL, während nicht wenige ein Eigentor eines Buxtehuder Abwehrspielers gesehen hatten.

Was war geschehen? Nach einer Ecke verpassten alle den Ball in der Mitte, der prallte im Getümmel gegen den Rücken eines Akteurs, von dem aus er ins Tor sprang. Nur: War es der Rücken Lüneburgs oder des Buxtehuders Alassane Sama? Offiziell wurde der Treffer als Eigentor gewertet. „Ich war dran, ganz klar, wenn ihr mir das Tor gutschreibt, gebe ich nachher einen aus“, scherzte Lüneburg in der Halbzeitpause, vor der dem VfL gegen bemühte aber überforderte Aufsteiger noch das 3:0 durch Reibe (40.) gelang. Ein Rücken kann also verzücken. Allerdings: In den zweiten 45 Minuten verzückten die Hausherren ihre wenigen Zuschauer nur noch selten. Obwohl Buxtehude ihnen weiterhin unerwartet viele Räume zum Kontern ließ, vergaben die Hausherren – zum Teil kläglich – ihre Gegenstöße in Überzahl.

„Das ist umso verwunderlicher, als dass dieses Spiel uns genau liegt. Schließlich haben wir schnelle Leute zum Kontern“, kommentierte der gesperrte VfL-Verteidiger Steffen Maaß das Geschehen vom Spielfeldrand aus. Da Buxtehude aber vor dem Tor des VfL zu harmlos war, blieb es beim 3:0. Dem Vorwurf mitgereister Buxtehuder Fans, VfL-Spieler hätten dunkelheutige Akteure des BSV rassistisch beleidigt entgegnete Fischer wie folgt: „Ich habe nichts vernommen, bin dem Vorwurf aber nachgegangen. Meine Spieler haben mir versichert, dass das nicht passierte. Und so etwas wird beim VfL nicht vorkommen, solange ich das Sagen habe.“

Wenig Gelungenes an der Fahltsweide – nur dreimal gab’s innerhalb von 90 Minuten Verzückung, einmal durch Flemming Lüneburgs Rücken. Wenn er es denn war.

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