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Nur einmal noch Krückaustadion

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fußball-Oberliga: FC Elmshorn beginnt dort gegen SV Rugenbergen / Restliche Partien bleiben an der Wilhelmstraße

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Am liebsten hätte der FC Elmshorn der Wilhelmstraße für die Partien in der Fußball-Oberliga Hamburg per sofort den Rücken gekehrt und seine Zelte im Krückaustadion aufgeschlagen. Doch daraus wird nichts – zumindest in dieser Spielzeit. Einzige Ausnahme ist die Partie gegen den SV Rugenbergen am Sonnabend, 15. Februar. Diese ist für um 13.30 Uhr in der städtischen Spielstätte angesetzt.

Dieter Hector, für Marketing zuständiger Vizepräsident des FC Elmshorn, hatte in einer Anfang des Jahres versandten Mitteilung an die Sponsoren keinen Zweifel am Umzugswunsch gelassen. „Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen aus dem Oddest Pokalspiel gegen Victoria Hamburg wollen wir gerne unsere Heimspiele in Zukunft im Krückaustadion austragen“, hatte Hector den Unterstützern des Fußballoberligisten angekündigt. Doch daraus wird nichts werden. Ein entsprechender Antrag des Vereins wurde abgelehnt. Eine entsprechende Mitteilung der Stadtverwaltung liegt den Mitgliedern des Ausschusses für Kinder, Jugend, Schule und Sport, der am Donnerstag, 30. Januar, im Rathaus tagt, vor. Einzige Ausnahme ist die Partie gegen den SV Rugenbergen. Ansonsten gilt für Amtsleiterin Heike Rosemann: „Der FC Elmshorn ist an der Wilhelmstraße gut untergebracht.“

Die Verantwortlichen des Clubs haben im Bezug auf gute Unterbringung eine etwas andere Sichtweise. Mit dem Wechsel der Spielstätte hatte der Vorstand die Hoffnung Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken verbunden. „Durch den Pachtvertrag an der FTSV mit dem Gastronomen vor Ort an der Wilhelmstraße gehen wir leider leer aus“, heißt es dazu in Hectors Schreiben.

Die ablehnende Haltung der Stadt fußt auf zwei Grundlagen: Zum einen haben die Kreisligafußballer von Gencler Birligi und die American Footballer der Elmshorn Fighting Pirates (2. Bundesliga) seit langem Zusagen im Krückaustadion für die gesamte Saison. Zum anderen ist da die Lärmschutzproblematik. „Wir dürfen im Jahr nur 18 Veranstaltungen mit Lärmspitzen genehmigen, und die Fighting Pirates haben schon zehn bis zwölf davon“, erläuterte Rosemann. Das Krückaustadion ist offiziell eine Schulsportstätte.

Vor Jahren hatten Anwohner aus dem angrenzenden Nibelungenring Sturm gegen angeblichen Lärm an den Spieltagen der American Footballer gelaufen. Doch in dieser Ecke ist Ruhe eingekehrt, seitdem sich Verein und Anwohner regelmäßig austauschen und die Lautsprecherboxen anders gedreht wurden.

 

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