zur Navigation springen

Jahreshauptversammlung : Not-Vorstand für ein Vierteljahr

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Rot-Weiß Kiebitzreihe: Jörg Brandt macht vorerst weiter / Außerordentliche Mitgliederversammlung im Mai geplant

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Bis zehn Tage vor der Jahreshauptversammlung von Rot-Weiß Kiebitzreihe, so sagte es Christian Urban an deren Rande, habe er Kandidaten für einen neuen Vorstand gehabt. Der 47-Jährige wäre einer davon gewesen; er hatte zuvor bereits den Vorsitz der Fußballsparte an Klaus-Dieter Bewers abgegeben. Es blieb aber beim Konjunktiv. Nach und nach waren alle Interessenten, darunter Handballchef Olaf Winter, abgesprungen. Winter hatte kurzfristig gar den Posten des 2. stellvertretenden Vorsitzenden niedergelegt. Trotz der Ankündigung von Jörg Brandt, nicht erneut für den Vorsitz des knapp 700 Mitglieder starken Vereins kandidieren zu wollen, fand sich niemand von den 50 anwesenden Mitgliedern, der in die Bresche springen wollte.

Vielleicht hatte so mancher darauf spekuliert, dass Brandt den ihm ans Herz gewachsenen Klub nicht so einfach ins Leere laufen lassen würde. Sie sollten Recht behalten.

Brandt stellte sich nach einer viertelstündigen Sitzungsunterbrechung zur Wiederwahl, ebenso sein bereits zurückgetretener 1. Stellvertreter Mathias Brandt, Schatzmeisterin Gabi Bärthel und Urban als neuer 2. stellvertretender Vorsitzender. Lange wird das Quartett nicht im Amt bleiben, wenn Brandt seine nächste Ankündigung tatsächlich umsetzt. Bis zum 20. Mai müssten Nachfolger gefunden werden. Für diesen Termin kündigte er bereits am Freitag eine außerordentliche Mitgliederversammlung an. „Wir werden uns als Not-Vorstand wählen lassen. Nach drei Monaten muss was passieren, sonst geht’s zum Amtsgericht“, sagte Brandt, der bei der Abstimmung en bloc die Gegenprobe wegließ. Ein Amtsgericht könnte, wenn der Verein keinen geschäftsführenden Vorstand mehr hat, einen Notvorstand einsetzen. Schmidt verdeutlichte, in dem er auf die benachbarte Mehrzweckhalle wies: „Dann geht da drüben das Licht aus.“ Dann gäbe es weder Tischtennis, noch Turnen und auch kein Handball in der viel gelobten HSG Horst/Kiebitzreihe mehr.

Einige Mitglieder verfolgten das Schauspiel sichtlich ungläubig. Verwerfungen zwischen einzelnen Abteilungen traten zu Tage, aber auch Forderungen einzelner Sparte an die Gemeinde zur besseren Reinigung und Pflege der Sportanlagen. Daher sah sich Bürgermeisterin Frauke Biehl (CDU) trotz ihres Lobes – „Ich bin beeindruckt von der Arbeit“ – einiger Kritik ausgesetzt. Die Jahreshauptversammlung, so empfahl es die zur Wahlleiterin berufene Vorsitzende der Taekwondosparte, Denise Liedtke, sei indes nicht der geeignete Ort, um diese Dinge auszudiskutieren.

Andererseits bastelt Geschäftsstellenleiterin Kerstin Huckfeldt an neuen Angeboten. Freitags bietet ab sofort Susanne Junge Kundalini Yoga an. Ab Sonnabend, 12. März, kommen Rehasport sowie Mama-Papa-Kind-Turnen als weitere regelmäßige Stunden hinzu.

>  www.rw-kiebitzreihe.de

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert