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Handball : Noch ohne Standortbestimmung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Beim 38:32-Sieg über Lauenburg überzeugen die Ellerbeker Frauen nur phasenweise und wissen noch nicht, wo sie stehen

Auch nach dem dritten Saisonspiel in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein weiß man nicht, wo die Frauen des TSV Ellerbek stehen. Zwar kann die Mannschaft von Trainer Timo Jarama gegen den Lauenburger SV zu einem jederzeit ungefährdeten Erfolg.

Das 38:32 (18:12) vor gut 100 Zuschauern genügte jedoch nur selten höheren Ansprüchen. „Es kann natürlich alles noch besser werden, aber das Team hat meine Erwartungen durchaus erfüllt“, beurteilte Jarama den Auftritt weitgehend positiv.

Auf dem Spielfeld wurde schnell klar, dass die Ellerbekerinnen den Vergleich mit den „Elbdiven“ nicht verlieren würden. Obwohl Jarama in den ersten 15 Minuten auf seine komplette rechte Angriffsseite verzichtete und auf Spielerinnen setzte, die bis dato weniger Einsatzzeiten bekommen hatten, konnten die Gäste die Partie nur kurz ausgeglichen gestalten.

Und als Haupttorschützin Julia Steinberg Unterstützung von Anastasia Zachau (Mitte), Melanie Dahms und Maren Sicks (Außen) erhielt, schoss sich Ellerbek umgehend deutlich in Front (12:7). Doch statt diesen Vorsprung „standesgemäß“ auszubauen, leisteten sich die TSV-Frauen immer wieder schwache oder überhastete Abschlüsse und agierten in der 6:0-Abwehr unentschlossen, mit zu wenig Körpereinsatz und häufig ohne Abstimmung. Trainer Jarama aber nahm diese Unzulänglich-keiten bewusst in Kauf.

„Für eine erfolgreiche Saison brauche ich alle Spielerinnen meines Kaders. Deshalb nutze ich solche Spiele, um insbesondere die Neuzugänge zu integrieren“, sagte der Coach, der auch in der Deckung viele Formationen ausprobierte. „Dass es dabei zu Fehlern kommt, ist doch klar.“

Ärgern tat sich der TSV-Trainer allerdings über den lauen Start in die zweite Halbzeit, als sein Team den LSV innerhalb von fünf Minuten von 19:12 auf 19:17 herankommen ließ. Dank der individuellen Klasse von Steinberg und Sicks sowie als Folge des konditionellen Nachlassens des Gegners wuchs der Vorsprung aber schnell wieder bis auf 31:23 (48. Minute) an.

Damit scheiterte auch der Versuch der Gäste, den TSV durch die kurze Deckung von Melanie Dahms zu schwächen, kläglich. Bei Ellerbek gefielen zudem beide Torhüterinnen, wobei Laura Ristau ein gutes Comeback in der ersten Mannschaft gelang.
 

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erstellt am 16.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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