Internationales Reitturnier in Frankfurt : Ninja Rathjens und Janne Friederike Meyer-Zimmermann erfolgreich

Dressurreiterin Ninja Rathjens  aus Barmstedt wurde für den U25-Nationalkader nominiert.
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Dressurreiterin Ninja Rathjens aus Barmstedt wurde für den U25-Nationalkader nominiert.

Barmstedterin Rathjens für deutschen U25-Kader nominiert. Meyer-Zimmermann sammelt in Frankfurt zwei Sonderpreise ein.

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21. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Barmstedt | Das Frankfurter Festhallenturnier liegt den Amazonen aus dem Kreis Pinneberg offenbar. Springreiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann startete in der Mainmetropole mit drei Pferden und sammelte bei der Reitsportveranstaltung gleich zwei Sonderpreise ein.

Dressurreiterin Ninja Rathjens aus Barmstedt stellte dagegen unter Beweis, dass sie nur wenige Tage nach ihrer Nominierung für den U25-Nationalkader endgültig bei den „Großen“ angekommen ist. Die Reiterin des Elbdörfer und Schenefelder RV belegte bei den beiden Nachwuchs-Grand Prix‘ für Nachwuchspferde mit ihrem zehnjährigen Schimmel Emilio den neunten und den siebten Platz.

Dabei näherte sich das Paar immer mehr der 70-Prozentmarke an, denn sie steigerten sich von 69,209 Prozent in der Einlaufprüfung im Finale des Louisdor-Preises auf 69,720 Prozent. Hier hatten sie drei der fünf Richter in einem Feld, das von den Dressur-Routiniers Jessica von Bredow-Werndl, Dorothee Schneider und Ingrid Klimke angeführt wurde, auf einem fünften beziehungsweise sechsten Platz gesehen.

Meyer-Zimmermann, die zum Perspektivkader der deutschen Springreiter für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zählt, hatte mit dem achtjährigen schwedischen Warmblut Fortuna ein Pferd aus ihrem eigenen Besitz gesattelt. Alle drei Prüfungen, in denen dieses Paar antrat, waren als Zwei-Phasen-Prüfungen angelegt.

Das bedeutet, dass Pferd und Reiter jeweils in der ersten Hälfte des Parcours fehlerfrei bleiben mussten, um somit auch die zweite Hälfte des Kurses bewältigen zu dürfen. Ein Modus, mit dem Meyer-Zimmermann und Fortuna gut zurechtkamen, denn sie belegten in den Einlaufprüfungen die Plätze zwei und drei.

Im Finale unterlief dem Paar aus Pinneberg-Waldenau in der zweiten Phase des Springens ihr einziger Abwurf des Turniers und sie landeten auf Platz zehn. Kein anderer Youngster hatte so gleichmäßig sein Können abgerufen, daher ging der Sonderpreis für das beste Nachwuchspferd an Meyer-Zimmermann und Fortuna.

Den zweiten Sonderpreis sicherte sich die 36-Jährige im Sattel von Büttner’s Minimax. Sie traten in einer internationalen Weltranglisten-Springprüfung auf 13-Sterne-Niveau an und verpasste am Sonntagnachmittag mit einem Zeitfehler knapp das Stechen. So blieb für das Paar der siebte Platz im Großen Preis von Hessen.

Und da Meyer-Zimmermann nicht nur die beste, sondern auch die einzige Amazone unter den Platzierten war, bekam sie von der Messe Frankfurt den ausgelobten Sonderehrenpreis. Die nächste Frau Luca Maria Moneta aus Italien landete mit acht Fehlerpunkten im Normalparcours auf dem 27. Rang.

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