Handball Hamburg-Liga : Nie den Hauch einer Chance

Die Uetersener sahen sich oftmals nur in der Zuschauerrolle: Hier kommt Pinnaus Thomas Stegmann vor dem TSV-Akteur Nils Ladiges zum Torwurf.
Die Uetersener sahen sich oftmals nur in der Zuschauerrolle: Hier kommt Pinnaus Thomas Stegmann vor dem TSV-Akteur Nils Ladiges zum Torwurf.

TSV Uetersen verliert gegen HSG Pinnau klar mit 26:33. Esingen und SG Halstenbek/Schenefeld geben sich keine Blöße.

shz.de von
17. Januar 2018, 12:30 Uhr

Uetersen | „Es gibt Tage im Leben eines Handball-Teams, da läuft alles. Und es gibt eben auch Tage, an denen läuft nicht viel.“ Hört sich nach einer Portion Sarkasmus an, was Jörg Schwarz, Betreuer der Handballer beim TSV Uetersen (Hamburg-Liga) nach Ende der Partie gegen die HSG Pinnau kommentierte. Gerade hatten seine Schützlinge mit 26:33 (10:16) gegen die Spielgemeinschaft aus Prisdorf und der Kreisstadt Pinneberg verloren – und dabei eigentlich nie den Hauch einer Chance gehabt.

Schon nach acht Minuten hatte die HSG, sehr gut eingestellt durch ihren Coach Sascha Burmeister, mit 7:2 geführt. Sie sollten diesen Vorsprung auch fast über die gesamte Partie nicht mehr hergeben. Für Schwarz war es ärgerlich, da „das letzte Spiel der Hinrunde nun auch unser schlechtestes war“, so der Betreuer.

Teams liegen nah beisammen

Dennoch: Mit 10:12-Punkten stehen die Rosenstädter gut da, müssen aber auch in der Rückrunde noch einmal alles geben. Es sind nämlich trotzdem nur zwei Punkte zu einem direkten Abstiegsplatz, auf dem momentan sogar der hochgehandelte SC Alstertal-Langenhorn rangiert.

„Wir blicken positiv nach vorn, haben uns gut verkauft, dürfen jetzt aber nicht nachlassen“, so Schwarz. Die HSG hingegen grüßt vom vierten Tabellenplatz und ist kurioserweise dem Tabellenkeller doch näher als der Spitze.

Burmeister selbst ist als Trainer trotzdem zufrieden, beklagt aber einige zu wenige Punkte. „Wir sind eine junge Mannschaft, wollen uns entwickeln“, so der Coach. „Wir wollen weiter Gas geben und dann mal schauen, was herausspringen kann.“

Den Einsatz konnte man beiden Teams nicht absprechen, mit Christopher Wildt (TSV) und Rasmus Bauer (HSG) gingen zwei Spieler nach drei Zeitstrafen vorzeitig zum Duschen, Finn Moritz Loppenthien (HSG) erwischte es gar mit „glatt rot“. Beim TSV trafen Jan-Eric Pietsch, Nils Ladiges (je 6) und Yannik Voß (4) am besten, bei der HSG Julian Biehl (8/4) sowie Kristoffer Patzke (7).

Spitzen-Duo siegreich

An der Tabellenspitze gaben sich der TuS Esingen beim 27:22 (15:12) gegen den SC Alstertal-Langenhorn und die SG Halstenbeker TS/Blau-Weiß 96 Schenefeld beim 36:30 (16:12) gegen die HG Hamburg-Barmbek II keine Blöße. Die SG reist am Sonntag (18 Uhr, Seminarstraße) nach Uetersen.

In der Hamburg-Liga der Frauen hatte der Moorreger SV noch spielfrei. Trainer Andree Buhse kann hier aber ein wenig beruhigter auf die Tabelle schauen als der Nachbar aus Uetersen.
 

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