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Fussball-Oberliga : Nicht prekär, aber angespannt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Beim FC Elmshorn setzt Trainer Bernd Ruhser auf Ruhe und Spaß / Tunjic, Kaladic und Domazek heute in der Startelf

Turbulente Tage liegen hinter dem FC Elmshorn. Entlassung von Trainer und Sportlichem Leiter – Bernhard Schwarz und Bert Ehm – sowie der Austausch von mehreren Spielern. Der Fußball-Oberligist war als „FC Hollywood“ mal wieder gut für Schlagzeilen. Heute, Freitag, geht’s zur Abwechslung mal nur ums Sportliche, von 18.30 Uhr an beim Aufsteiger und Tabellenvorletzten Buxtehuder SV.

Der Mann, der’s von der Seitenlinie aus richten soll, heißt Bernd Ruhser. Der 58-Jährige hat seit Juli 2013 – zuvor betreute er die zu diesem Zeitpunkt abgemeldete A-Jugend des FCE – als Co-Trainer vier Übungsleiter an der Wilhelmstraße überlebt: Achim Hollerieth (bis 6. Januar 2014), Reza Khosravinejad (9. Januar bis 21. März 2014), Helge Melzer (21. März bis 30. Juni 2014) und zuletzt eben Schwarz (1. Juli bis 1. September 2014). Gerissen um den Job, auch wenn dieser zugegebenermaßen reizvoll sei, habe er sich nicht. „Ob ich Chef- oder Co-Trainer bin, ist mir letztlich egal. Ich muss nicht im Mittelpunkt stehen“, sagt er.

Bevor Ruhser aber auf den sportlichen Part zu sprechen kommt, möchte er gern einige „Halbwahrheiten aus dem Weg räumen.“ Er sei nicht, wie von Bernhard Schwarz in verschiedenen Medien öffentlich vermutet, ein Maulwurf oder Zuträger von Mannschaftsinterna an Helge Melzer. Melzer hatte noch als FCE-Präsident Ehm und später auch Schwarz verpflichtet; aktuell ist er als Beisitzer im Vorstand für die Oberliga verantwortlich.

Dazu verteilt Ruhser gleich noch einen Rüffel: „Bernhard Schwarz weiß vielleicht noch nicht, dass ein Trainer nicht so über einen anderen Trainer redet. So etwas macht man nicht, aber er ist ja noch ein junger Trainer.“

Zweiter Punkt: „Ich bin auch erst informiert worden, als die Entscheidung gefallen war“, betonte er. Erst danach sei mit ihm das Gespräch darüber gesucht worden, ob er zusammen mit Sven Tepsic das Boot in ruhiges Fahrwasser führen wolle.

Die sportliche Beurteilung fasst Ruhser schnell zusammen: „Die Lage ist nicht prekär, aber ein bisschen angespannt.“ Es gebe noch 29 Spieltage, aber – klar – es kämen jetzt zwei Gegner, „wo wir punkten müssten.“ Nach Buxtehude ist das der FC Süderelbe.

Es wäre keine Überraschung, stünden die Elmshorner Neuzugänge Manuel Kaladic (33, von SV Lurup), JürgenTunjic (39) und Goran Domazet (20, beide von Germania Schnelsen) beim Buxtehuder SV heute Abend in der Startformation. Zur schnellen Eingewöhnung hat Bernd Ruhser tägliches Training angeboten – mit bis zu 20 Teilnehmern. Vorgänger Schwarz hatte zuletzt oft über die schlechte Trainingsbeteiligung geklagt. Scheidt und Ziller kehren ebenfalls zurück. Thorsten Lemke verbleibt wider Erwarten im Kader. Tabor, Just, Novotny und Werning fallen noch verletzt aus.

Für FCE-Präsident Michael Homburg ist es zu diesem frühen Zeitpunkt das erste Sechs-Punkte-Spiel der Saison. „Ich erhoffe mir, dass wir von Buxtehude was mit nach Hause bringen“, sagte er. Bernd Ruhser, der in der Saison 2003/04 noch für Rasensport II gegen Fortuna Langelohe mit Homburg im Tor gestürmt hat, fühlt sich von so einer Ansage indes nicht besonders unter Druck gesetzt: „Den Druck hast du in der Oberliga immer – egal bei welchem Verein.“


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erstellt am 05.Sep.2014 | 16:00 Uhr

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