Neuanfang mit Disziplin bei Gencler Birligi

Gencler Birligis Präsident Mehmet Karakavak (links) und Liga-Obmann Dieter Steffens planen bereits für die Saison 2019/20 in der Kreisklasse A.
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Gencler Birligis Präsident Mehmet Karakavak (links) und Liga-Obmann Dieter Steffens planen bereits für die Saison 2019/20 in der Kreisklasse A.

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12. April 2019, 16:00 Uhr

ELMSHORN | In der Kreisliga-Heimpartie von Gencler Birligi gegen TuS Holstein Quickborn geht es für die Elmshorner Fußballer nur noch darum, sich irgendwie vernünftig als Absteiger aus der Liga zu verabschieden. Daher ist das wichtigste, dass der Club alle sechs verbleibenden Spiele bestreitet, damit ein Neuanfang in der Kreisklasse A stattfinden kann. Liga-Obmann und Trainer Dieter Steffens ist daher froh, dass ihm am Sonntag im Krückau-Stadion 13 Spieler zur Verfügung stehen – und das voraussichtlich sogar ganz ohne Unterstützung aus der Senioren-Mannschaft, die schon zwei Mal den Zwangs-Rückzug verhindert hat. Dabei ist dann auch Neuzugang Erol Mandirali aus Glückstadt, der zuletzt längere Zeit pausiert hatte.

Nachdem es unter den Trainern Feyyaz Kilic und Süleyman Karakaya im Team immer wieder Querelen und Cliquenwirtschaft gab, wurden einige Spieler aus dem Kader gestrichen. Sie hätten durch Platzverweise und längere Sperren dem Image von Gencler Birligi geschadet, so Steffens. Auch der Versuch die Mannschaft mit Akteuren aus dem Flüchtlings-Team zu ergänzen schlug fehl. Dieter Steffens sagte dazu: „Nur einer ist uns erhalten geblieben, die anderen wollten uns mit Forderungen erpressen. Das lassen wir uns nicht bieten.“

Nun soll kommende Saison in der Kreisklasse A ein Neuanfang gestartet werden. „Das wichtigste ist Disziplin und noch einmal Disziplin. Spieler, die zu uns kommen, sollen sich mit dem Verein identifizieren. Wir stehen für Gastfreundschaft und nehmen eigentlich jeden auf – ob mit oder ohne Migrations-Hintergrund. Wir müssen uns mehr öffnen. Wichtig ist, dass wir wieder zur Ruhe kommen damit das Vereinsleben wieder wie früher wird“, sagt GB-Präsident Mehmet Karakavak.

Zurzeit werde händeringend ein neuer Trainer gesucht, dem es nicht nur ums Geld geht, sondern der auch etwas mit aufbauen will und der auch bei der Neuorientierung in Sachen Disziplin keine Kompromisse mehr zulässt. Für Steffens steht fest: „Wir lassen uns nicht mehr auf der Nase herumtanzen und es soll auf jeden Fall Deutsch gesprochen werden. Cliquenwirtschaft unter den Spielern wie zuletzt soll es ebenfalls nicht mehr geben. Da werden wir dagegen steuern.“ Karakavak weiß: „Wir haben nicht die besten Rahmenbedingungen, denn es muss auf Grand trainiert werden. Trotzdem fühlen wir uns nicht benachteiligt.“

Er stellte das sehr gute Verhältnis mit der Stadt Elmshorn, den Hausmeistern sowie dem EMTV mit den Fighting Pirates und dem Willkommens-Team heraus. „Das läuft alles sehr freundschaftlich“, so Karakavak.

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