zur Navigation springen

Zukunft des Mannschaftssports : Motor für das ganze Land

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kommunaldialog zwischen Landes- und Kreissportverband in Pinneberg.

Pinneberg | Wird man sich bei den großen Mannschaftssportarten in zehn bis 20 Jahren daran gewöhnen müssen, dass die Jugendteams vielleicht unter dem Namen eines Vereins spielen, aber in Wirklichkeit reine Schulmannschaften sind? Beim Kreissportverband (KSV) Pinneberg halten dies die Verantwortlichen durchaus für möglich. „Es steht und fällt mit der Frage, ob es eine gebundene oder eine offene Ganztagsschule gibt“, sagte dessen Vorsitzender Sönke Peter Hansen am Rande des Kommunaldialogs zwischen dem KSV-Vorstand und dem des Landessportverbands (LSV) Schleswig-Holstein.

Bislang ist das Nachmittagsangebot in den staatlichen allgemeinbildenden Schulen zumeist ein freiwilliges. Sollte dieses einmal zur Pflicht werden, müsse man sich Gedanken machen, „wie Amerika oder Frankreich es handhaben, die unsere Vereinstradition nicht haben“, so Hansen. Rein vom derzeit vorherrschenden politischen Wollen her, müssten die Sportfunktionäre also bald umdenken.

So oder so – für LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen ist die Ganztagsschule ein „absolut elementares Thema“. Weil die Pinneberger auch in diesem Bereich eine Vorreiterrolle darin einnehmen, zwischen Schule und Sportverein Augenhöhe herzustellen, hat der KSV bereits zweimal vom LSV-Innovationsfonds profitiert.

Nicht nur wegen des Engagements im Bereich Ganztagsschule schätze der LSV den KSV Pinneberg. „Er ist fachlich und politisch unser stärkster Kreissportverband“, lobte Tiessen beim Pressegespräch. „Er ist ein Motor für uns und andere Kreissportverbände.“

Landrat Oliver Stolz sprach von einer guten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Kreis und Sportverband. Auch wenn der Leiter der Kreisverwaltung sich für gewöhnlich in politischen Fragen zurückhält, sendet er Signale aus, die vom KSV beantragte Erhöhung des vertraglich festgelegten Zuschusses von derzeit 485 000 Euro um weitere 66 000 Euro zu bewilligen. „Klar ist: Man kann nicht für das gleiche Geld Jahre lang die gleiche Leistung erwarten“, so Stolz.

Derzeit steigt das Anforderungsprofil sogar. Neben angekündigten Themen wie Sportförderung, Kinderschutz oder das Mindestlohngesetz fand eine Beratung darüber statt, wie man mit den mehr werdenden Flüchtlingen umgehen soll. Stolz: „Das ist nicht zum Nulltarif zu haben.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 15.Nov.2014 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen