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Badminton : Mittendrin im Konzert der Großen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Paul Bauer über seine EM-Teilnahme

„Viel Glück“: Ein wohlwollender Ausdruck, den Badminton-Talent Paul Bauer in seiner noch jungen Sportlerlaufbahn schon oft gehört hat. Insbesondere vor wichtigen Wettkämpfen. Im Rahmen der Europameisterschaften in Kasan/Russland allerdings bekam Bauer jene Worte auch von einer Person mit auf den Weg, die zu den ganz Großen im deutschen Badminton-Sport gehört.

Marc Zwiebler, seines Zeichens Europameister von 2012, dazu neunfacher Deutscher Meister sowie zweifacher Olympia-Teilnehmer, stattete dem 13-Jährigen vor seinem Achtelfinale im U15-Wettbewerb noch einen kurzen Besuch ab und entsendete ihn mit den besten Wünschen ins Match gegen den Engländer Rory Easton. „Das war natürlich extrem cool und hat mich sehr gefreut“, erinnert sich der für den Wedeler TSV aktive Youngster an die Begegnung mit seinem sportlichen Vorbild.

Entsprechend beflügelt startete Bauer in die Partie und kratzte gegen den an Position zwei gesetzten Easton beim 17:21 im ersten Satz gar an einer Überraschung. Nach einem klaren 21:9 in Durchgang zwei aber löste der Engländer letztlich erwartungsgemäß das Ticket fürs Viertelfinale. Die Enttäuschung über das Turnier-Aus hielt sich beim Schüler der Hamburger Sporteliteschule am Alten Teichweg jedoch in Grenzen: „Mein Ziel war es, die erste Runde zu überstehen. Das habe ich geschafft. Für jüngere Spieler wie mich ist eine EM sowieso hauptsächlich dafür da, Erfahrungen für kommende Großturniere zu sammeln.“

Und davon nahm Bauer aus der rund 800 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Millionenstadt reichlich mit ins heimische Schnelsen, wie er berichtet: „Insgesamt herrschte eine richtig coole Atmosphäre. Zudem war die Halle die mit Abstand höchste, in der ich je gespielt habe. Alles war total professionell organisiert.“ Sogar als Trainingspartner von Marc Zwiebler, der im Teamwettbewerb an den Start ging und letztlich im Halbfinale am späteren Europameister Dänemark scheiterte, war der 13-Jährige gefragt. „Ich durfte ihm ein paar Bälle zuspielen. Das war sehr aufregend“, so Bauer freudestrahlend.

Ins Schwärmen gerät er indes auch, wenn er über seinen Sport spricht, den er nun schon seit fünf Jahren erfolgreich betreibt (unter anderem Deutscher U13-Meister): „Da kann ich mich einfach richtig auspowern.“ Das gilt derweil auch für Vater Sven sowie Bruder Simon Bauer (16), die ebenfalls beim WTSV den Schläger schwingen. Während Simon den Sport als reines Hobby ansieht, denkt Paul leistungsorientiert: „Ich will irgendwann mal richtig gut werden.“ Dafür nehme er auch den harten Trainingsalltag – bestehend aus diversen Einheiten zwischen den Unterrichtsstunden – in Kauf. „Mitunter kostet das schon Überwindung, doch ich weiß ja, wofür ich das mache“, so Bauer, dem dabei letztlich auch eines zu wünschen ist: viel Glück.

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