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Elmshorner Stadtlauf : Mit Rhythmus auf Walking-Kurs

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadtlauf-Seriensieger Reinhard Manzei bringt nach seinem Start die anderen Läufer in Wallung – mit den Trommlern von Slabato

Die Stöcke fürs Nordic Walking lässt Reinhard Manzei in diesen Tagen zu Hause, wenn er sich Richtung Liether Moor aufmacht. Die letzten vier Wochen vor dem Elmshorner Stadtlauf am Sonntag, 29. September, macht der 48-jährige Elmshorner „nur“ Walking, um sich in Form zu bringen. Bei Elmshorns größter Einzelsportveranstaltung hat er schließlich einen Ruf zu verteidigen: Er ist seit 2005 Seriensieger im Walking.

Dabei ist das Gehen mit Stockeinsatz eigentlich gerade gut für den Technischen Zeichner, der in Hamburg-Rahlstedt arbeitet. Es beansprucht zusätzlich die Rückenmuskulatur. Und es waren Rückenprobleme, die ihn vor Jahren zum Sport brachten. Drei Mal hatte sich Manzei operieren lassen müssen. „Doch dann habe ich die Kurve gekriegt. Seitdem ist es um 80 Prozent besser geworden“, so Manzei, der hauptsächlich am Computer sitzt, um Flyer oder Dokumentationen für Sicherheitsarmaturen zu erstellen.

Beim Stadtlauf ist Manzei aber nicht nur walkender Weise im Einsatz. Mit seiner afrikanischen Trommelgruppe Slabato sorgt er meist am Anfang des Bauerwegs für den nötigen Rhythmus, damit die Läufer schwungvoll in Richtung Ziel ziehen. Dem entsprechend wird er sich nach seinen fünf Kilometern Walking im Bereich des Rathauses gar nicht lange aufhalten. „Ich werde im Ziel nur kurz etwas trinken und dann mit meinen Trommlern die anderen anfeuern“, sagt Manzei.

Manzei hat die Liebe zur Musik vor sieben Jahren bei der Volkshochschule entdeckt. „Ich habe die Sambagruppen bei Stadtfesten gesehen und war vom Rhythmus fasziniert“, erzählt der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder. Aus dem Kursusteilnehmer der VHS ist inzwischen der Leiter einer Gruppe geworden. Derzeit sind es zwölf Frauen und Männer, die hauptsächlich afrikanischen Trommeln wie dem Djembé Töne entlocken.

Verstärkt wird Slabato zum Stadtlauf von den Tänzerinnen der Tribal-Bauchtanzgruppe „Phoenix-Tribal“. „Wir sind für den Rhythmus da, die Frauen fürs Auge“, sagte Manzei lachend. Erfahrungen im Zusammenspiel haben beide Gruppen schon beim Hörner-Fest in Brande-Hörnerkirchen oder dem Barmstedter Mittelalterfest gesammelt.

So sehr Reinhard Manzei die Geselligkeit in der Gruppe mag, so gern ist beim Walken allein unterwegs – obwohl seine Ehefrau Barbara ebenfalls das Liether Moor als Sportstätte für sich entdeckt hat, aber laufender Weise. „Es ist schön, wenn man zusammen startet und zusammen ankommt“, so Manzei. Weil beide aber in entgegengesetzter Richtung unterwegs, treffen sie sich irgendwann auf halber Strecke. Ansonsten bleibt Zeit, auf acht Kilometern Gedanken nachzuhängen und so Stress abzubauen. Daher hört Manzei auch nur selten Musik, wenn er zwei Mal pro Woche in der Natur unterwegs ist. Dann geht es auch nicht auf Geschwindigkeit.

Beim Stadtlauf ist das aber anders. Dann gehören die Knöpfe ins Ohr. „Musik aus den 80ern und der richtige Beat – dann stimmt die Schrittfrequenz“, lacht er. Die Stücke habe er schon in der richtigen Reihenfolge auf den MP3-Player gespeichert: schnell, langsam, schnell, schnell. Sein Rezept für den neunten Sieg in Folge: „Ich gebe von Anfang an Vollgas.“


> www.groops.de/slabato

 

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erstellt am 12.Sep.2013 | 14:45 Uhr

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