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Fußball-Landesliga : Mit Hiob ins Duell der Gegensätze

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

FC Elmshorn gastiert heute bei Blau-Weiß 96

Viel größer könnten die Gegensätze kaum sein: Auf der Heimseite heute Abend die Minimalisten der Landesliga in Sachen Tore: Blau-Weiß 96, auf der anderen der deutlich spektakulärere FC Elmshorn. In Zahlen ausgedrückt: So wenig Tore wie die Schenefelder – zwölf an der Zahl – hat lediglich Schlusslicht FK Nikola Tesla erzielt. Andererseits ist lediglich die Abwehr von Tabellenführer Wedeler TSV geringfügig besser als die der Blau-Weißen (11 Gegentore). Der FCE hingegen hat die nach dem schon erwähnten Inhaber der Roten Latene schlechteste Abwehr der Hammonia-Staffel: 35 Mal griffen die Torleute Kevin Noetzel und Jannik Reichel bereits hinter sich. Mehr als 25 erzielte Tore haben indes auch nur die Teams unter den Top Fünf der Liga erzielt.

Allein Patrick Hiob hat fast so oft getroffen, wie die gesamte Schenefelder Mannschaft. Zehn Mal hat der Routinier allein in dieser Saison gejubelt. Damit ist der 34-Jährige mit Abstand der beste Stürmer des FCE. „Er ist einer mit langer Erfahrung und einer super Schusstechnik. Es macht Spaß, ihn in der Mannschaft zu haben“, gerät sein Trainer Dennis Gersdorf regelrecht ins Schwärmen, wenn er nach den Qualitäten des auch gern mal als „Enfant terrible“ bezeichneten Vollblutstürmers angesprochen wird. „Was Technik und Übersicht angeht, sucht er in der Liga seines gleichen“, so Gersdorf, der selbst viele Bundesligaprofis in puncto Ballbehandlung und vor allem Kaltschnäuzigkeit im Abschluss nicht als viel besser ansieht.

Dafür werden dem Goalgetter auch Freiheiten gewährt, die ein Trainer sonst (fast) keinem Spieler lässt. Arbeitsbedingt ist Hiob nur sporadisch beim Mannschaftstraining. Sein Mundwerk hat ihm auch schon manche Verwarnung eingebracht. Gersdorf weiß diese Extratouren aber auch in der Mannschaft akzeptiert. „Wir betten ihn auf Rosen, aber er zahlt es zurück mit Toren“, so der Übungsleiter, der zu seiner aktiven Zeit als Abwehrspieler auch mal gegen Hiob verteidigen musste. Es gab angenehmere Aufgaben.

Daher nimmt Dennis Gersdorf auch seinen Optimismus. „Ich glaube, dass wir offensiv eine bessere Qualität haben als Schenefeld“, sagt er und bezieht die beiden schnellen Außenstürmer Dennis und Adrian Ghadimi ausdrücklich in diese Betrachtung mit ein. Dass Blau-Weiß 96 vor einer Woche aber dem bisherigen Tabellenführer TSV Sasel ein 1:1 abrang, sei aber Warnung genug.

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erstellt am 20.Nov.2015 | 00:36 Uhr

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