Springreiten : Mit Gelassenheit zum Erfolg

Auch den berüchtigten Großen Wall im Derby-Park nahm Janne Meyers Nachwuchspferd Anna mit Bravour.
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Auch den berüchtigten Großen Wall im Derby-Park nahm Janne Meyers Nachwuchspferd Anna mit Bravour.

Janne Friederike Meyer wird Vierte beim Deutschen Spring-Derby. Zweifacher Derbysieger Calle Cool verabschiedet sich auf seine Art.

shz.de von
19. Mai 2015, 16:00 Uhr

Hamburg | Mit großer Gelassenheit bestritt Springreiterin Janne Friederike Meyer das Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Klein Flottbek. Nachdem sie mit ihrem Fuchswallach Goja in der höchstdotierten Prüfung der fünftägigen Veranstaltung, der Global Champions Tour, am vergangenen Sonnabend den fünften Platz belegt hatte, saß die Schenefelderin auf ihrem Nachwuchspferd Casting und gab außerhalb des Abreiteplatzes kurze Spontaninterviews. Dabei verkündete die 34-Jährige, dass sie ganz ohne Erwartungen mit Cellagon Anna beim Derby starten wolle und nahm sich später am Stand ihres Sponsors Zeit für eine Autogrammstunde. Dort beantwortete sie auch die Fragen ihrer Fans.

Eine Lockerheit, die sich für die Mannschafts-Europameisterin auszahlte. Denn sie war in fast allen Prüfungen des Turniers platziert. So auch mit der achtjährigen Cellagon Anna. Mit ihrem vierten Platz im Derby am Sonntag (Sieger: Christian Glienewinkel) belegt Meyer jetzt in der DKB Riders Tour Platz eins. „Mir ist nach unserem Ritt nach Jubeln zumute. Ich bin überzeugt, dass Anna ein super Derby-Pferd werden kann“, so Meyer hochzufrieden.

Einen aus seiner Sicht sicher gebührenden Abschied aus dem Sport feierte dagegen der zweifache Derbysieger Calle Cool. Seinem Reiter Nisse Lüneburg bewies der 18-jährige Wallach im Derby noch einmal seinen eigenen Kopf. Er absolvierte nur knapp ein Drittel des Parcours und verweigerte auf dem großen Wall, wo er von überall aus hervorragend sichtbar war, den Abstieg. Calle Cool blieb solange majestätisch auf der Erhebung stehen, bis die beiden Hindernisse auf dem Anstieg aus dem Weg geräumt waren. Dann schritt er ganz cool wieder herunter. Ein Abschied, wie ihn sein Reiter und seine Besitzer sicher nicht geplant hatten.

Später wurde die Pferdepersönlichkeit mit einem Sack Möhren und tosendem Applaus in ihr Rentnerdasein als Sportpferd auf einer Koppel in Hetlingen verabschiedet. In der Global Champions Tour bewiesen Rolf-Göran Bengtsson und Casall Ask erneut, warum der Holsteiner Verband und das dänische Gestüt Ask hoffen, dass der 16-jährige Vererber die Gesamtwertung der Turnierserie gewinnen wird. Sie bewältigten den Parcours mit zwölf Hindernissen und 14 Sprüngen fehlerfrei in 50,11 Sekunden und wurden Dritte.  

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