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Volleyball : Mit Christian Copf kam die Wende

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

VfL Pinneberg siegt nach durchwachsenem Start beim Lokalrivalen VC Norderstedt. Sonnabend kommt der Tabellenzweite.

Pinneberg | Es sind keine 25 Kilometer, die zwischen den beiden Hallen der Lokalrivalen in der Dritten Liga Nord liegen. Für die Spieler des VfL Pinneberg ist die Tour nach Norderstedt endlich mal ein kurzer Trip. Außer für einen: Christian Copf musste fast 700 Kilometer zurücklegen. Der Außenangreifer ist seit Sommer beruflich in Stuttgart und konnte seinem Team erst zum zweiten Mal in dieser Saison helfen. Er entwickelte sich beim 3:1-Sieg im Derby zum wichtigsten Spieler.

Copf gehörte allerdings nicht zur Startaufstellung des VfL. Trainer Daniel Prade hatte den sechs Spielern vertraut, die zuletzt gegen Warnemünde eine gute Partie abgeliefert hatten. Beim sieglosen Schlusslicht Norderstedt war aber der Glanz der letzten VfL-Spiele verblasst. Mit einem 3:1 (25:27, 28:26, 25:21, 25:23; 101 min Nettospielzeit) mühte sich Pinneberg zu drei Punkten. „Wir haben heute leider lange Phasen der Lethargie in unserem Spiel gehabt. Damit haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Allerdings waren wir auch in den Big Point Situationen voll da und haben uns daher die drei Punkte verdient. Auf die kämpferische Leistung meiner Mannschaft bin ich stolz“, so das Fazit des Trainers. Die Spieler zeigten sich unterdessen sehr selbstkritisch.

Von einem „blauen Auge“ spricht Mannschaftskapitän Lars Lydorf und Zuspieler Sebastian Rieck findet, „dass es bei unserer heutigen Leistung eigentlich eine Frechheit ist, dass wir hier mit drei Punkten rausgehen.“ Große Probleme hatten die Pinneberger vor allem in der Abwehr und mit der geistigen Schnelligkeit. Dazu scheiterten sie immer wieder daran, aus eigener Annahme zu punkten.

Das änderte sich erst mit der Einwechslung von Christian Copf, der gegen den Norderstedter Block immer wieder mit seiner enormen Handlungshöhe und seinen kompromisslosen Angriffen punktete. „Ich habe mich vor allem darüber gefreut, mal wieder beim Team sein zu dürfen“, so Copf bescheiden. „Dass ich einen kleinen Teil zum Sieg beitragen konnte, freut mich natürlich.“ In allen gewonnenen Sätzen hatte der VfL zwischendurch mit drei bis vier Punkten zurückgelegen, am Ende aber das bessere und teilweise auch glücklichere Ende auf seiner Seite gehabt. Durch den Erfolg klettert die Mannschaft auf den dritten Tabellenplatz und freut sich nun auf das Topspiel in eigener Halle. Am Sonnabend um 18 Uhr kommt der Tabellenzweite Berlin, der nun nur noch einen Zähler vor dem VfL liegt. Trainer Prade: „Wenn wir da etwas mitnehmen wollen, müssen wir uns aber wieder ganz anders präsentieren, als heute.“

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