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Fußball-Verbandsliga : Mit 27 Jahren schon ein „älterer Herr“

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Tobias Petersen vom VfR Horst freut sich auf sein elftes Derby gegen Lägerdorf.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Tobias Petersen lässt keinen Zweifel an der Bedeutung des Steinburger Verbandsligaderbys zwischen dem VfR Horst und dem TSV Lägerdorf am Sonnabend. „Das ist jedes Jahr das Highlight“, stellt der 27-Jährige fest und stellt allenfalls die Partie gegen Alemannia Wilster mit diesem Vergleich auf eine Stufe. Wegen des Ausfalls von Mannschaftskapitän René Lemke wird er die VfR-Elf voraussichtlich mit der Binde am rechten Arm aufs Feld führen.

Das findet Petersen keinesfalls selbstverständlich, denn seit einem Jahr muss er seine Zeit neben seiner Arbeit bei der Barmstedter Meierei und dem Hobby Fußball noch mit der Fortbildung zum Bilanzbuchhalter teilen. Diese macht er in der Abendschule. Er muss daher einmal in der Woche das Training sausen lassen und vor den Sonnabendspielen – wie auch morgen – oft büffeln. Trotzdem haben ihn seine Mitspieler zum Vizekapitän gewählt. „Das ist ein guter Zuspruch für mich“, sagte Petersen, der zudem das Vertrauen von Trainer Lars Lühmann verspürt. „Er hat mir gesagt, dass ich trotz der Einschränkung zum Team gehöre.“

In dem Horster Team ist Tobias Petersen mittlerweile einer der dienstältesten Akteure. Zusammen mit Florian Sommer war er im Sommer 2010 von Holsatia/EMTV kommend dem Ruf des damaligen Trainers Michael Schneider in die Steinburger Großgemeinde gefolgt, so dass er nun bereits die sechste Saison in Schwarz-Weiß spielt. Zeitgleich mit dem Duo hatte auch René Thies in Horst angeheuert. Den derzeit verletzt fehlenden Defensivakteur kannte Petersen zu diesem Zeitpunkt bereits; beide hatten zusammen beim SV Hörnerkirchen in der Kreisliga gespielt.

Dort hatte Petersen auch sämtliche Jugendmannschaften durchlaufen. „Ich wollte eigentlich schon in der Jugend zu Holsatia wechseln, das ging aber wegen der Fahrerei nicht“, so der Blondschopf, der als Schüler in Brande-Hörnerkirchen wohnte. Nach zwei Männer-Jahren legte ihm Hökis damaliger Trainer Torsten Sierk, der selbst eine lange Holsatia-Vergangenheit hat, den Wechsel an die Elmshorner Wilhelmshöhe nahe. Von dort ging es dann zwei Spielzeiten später nach Horst, wo er sich immer noch pudelwohl fühlt. „Ich zähle mich schon zu den älteren Herren“, sagt er mit einem Hauch von Selbstironie, ist der Sechser doch inzwischen auch Ansprechpartner für die jungen Spieler wie Paris Bruhn oder Maximilian Hernando Hernandez, die morgen ihr erstes Derby mit dem TSV Lägerdorf erleben. Die Zementdörfler kommen als ungeschlagener Tabellenführer. Aber Bange machen gilt nicht: „Lägerdorf ist gut gestartet, aber wir wollen sie ein bisschen ärgern“, kündigt Petersen an.

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