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Fußball : Meisterliche Misstöne

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

VfL Pinneberg behauptet Tabellenführung und spricht vom Titel. Unmut über Platzverhältnisse.

Die Emotionen auf der Pressekonferenz schwappten hin und her. Innerhalb von nur wenigen Minuten fielen Worte wie „beschämend“, „Frechheit“ und „Meisterschaft“ – und alle tatsächlich aus dem Lager der Fußballer vom VfL Pinneberg. Trotz der glänzenden sportlichen Situation bei den Kreisstädtern – oder vielleicht gerade deswegen – nutzten die Verantwortlichen nach dem souveränen 2:0-Erfolg über Verfolger Meiendorf die anschließende Runde mit den Medienvertretern vor allem dazu, um auf Missstände aufmerksam zu machen.

So ließ es sich Trainer Michael Fischer nicht nehmen, bevor er etwas zum Spiel sagte, kritische Töne von sich zu geben. Sein Ärger: die widrigen Platzverhältnisse. „Die Stadt muss uns abgrundtief lieben. Recht herzlichen Dank für diese Frechheit“, polterte Fischer los. „Es kann doch nicht so schwer sein, eine halbe Stunde mit einem Trecker drüber zu fahren und den Platz zu walzen. Für diesen Rasen habe ich kein Verständnis“, so der Coach.

Weil die Gegebenheiten nichts anderes zuließen, wurde im Spitzenspiel am Samstagnachmittag dann auch mehr Fußball gearbeitet als gespielt. Und das bessere Arbeitszeugnis verdiente sich nach Ablauf der 90 Minuten der Tabellenführer, der nach zwei Toren von Tim Jeske seine „Pole Position“ in der Oberliga behauptete. Und da dies alles andere als eine Momentaufnahme ist, und für die Pinneberger nur noch zwölf Saisonspiele auf dem Plan stehen, zeigte sich Trainer Fischer nach all der Kritik auch noch richtig angriffslustig: „Wenn man Mitte März ganz oben steht, dann will man nicht am Ende Achter werden. Die Truppe ist heiß wie Frittenfett, wir wollen den Titel.“  

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