Leichtathletik : Meister ohne Medaillen

Mailin Struck (links, LG Wedel-Pinneberg) wurde Hamburger U20-Meisterin über 3000 Meter, Freundin Carolin Kirtzel gratuliert.
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Mailin Struck (links, LG Wedel-Pinneberg) wurde Hamburger U20-Meisterin über 3000 Meter, Freundin Carolin Kirtzel gratuliert.

Die Pinneberger Felix und Beate Ludka sowie Mailin Struck werden Hamburger Meister auf der Langstrecke.

shz.de von
16. Mai 2015, 16:00 Uhr

Die Siegerehrung für die Hamburger Meister der Jugend und Schüler auf der Langstrecke hatte am Himmelfahrtstag im Pinneberger Stadion an der Raa ihren besonderen Charme. Zwar wurden die Vizemeister und Drittplatzierten wie üblich mit Medaille und Urkunde ausgestattet, doch die Meister gingen leer aus. So bekamen auch Felix und Beate Ludka sowie Mailin Struck von der LG Wedel-Pinneberg anstelle des Halsschmucks einen Pappkarton mit einem roten Hamburg-Becher überreicht. Der Grund: Dem Hamburger Leichtathletikverband waren ausgerechnet die Goldmedaillen ausgegangen; die Hamburger Meister werden sie später per Post zugeschickt bekommen.

Hamburger Meister wie die Geschwister Beate und Felix Ludka. Sie liefen in einem gemischten Lauf (M15 und W15) und trafen auf den 3000 Metern fast ausschließlich auf Konkurrenz aus Schleswig-Holstein. So freuten sie sich zwar über ihre Titel, waren aber mit ihren Zeiten nicht ganz zufrieden.

Das Gleiche galt auch für Mailin Struck, die sich angefeuert von ihrer Vereinskollegin Carolin Kirtzel den Titel in der U20 sicherte. Als Struck am Abend an den Start ging, waren die Temperaturen bereits unter zehn Grad Celsius gesunken und die Chancen auf eine schnelle Zeit gering. „Ich bin mit dem Lauf einigermaßen zufrieden“, so die 18-jährige Schülerin des Pinneberger Johannes Brahms Gymnasiums. „Ich bin komplett allein vorne weg gelaufen, was ich eigentlich gern mache. Aber mir fehlte die Konkurrenz und so kam eine Zeit von 9:54,72 Minuten dabei heraus. Eigentlich kann ich noch schneller.“ Ende Mai will Struck gemeinsam mit Freundin Kirtzel in Konstanz mehr Tempo machen. Beide wollen dort die Normen für die U20- bzw. U23-Europameisterschaften knacken.

Auf der 3000-Meter-Strecke zeigten sich auch die Pinneberger Frauen in guter Verfassung. Die 44-jährige, gebürtige Pinnebergerin Mareike Ressing (startet jetzt für Bottrop) nutzte ihren Heimaturlaub für einen Start in vertrauter Umgebung und gewann vor ihren ehemaligen Vereinskameradinnen Katharina Nüser und Lara Hülsebusch in 10:21,68 Minuten.

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