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Segeln : Mehr Boote, Zuschauer und Wind

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

64. Nedderelv-Regatta bleibt ein unvergessliches Ereignis. Kollmaraner Skipper waren die schnellsten Segler.

shz.de von
erstellt am 03.Jun.2015 | 16:00 Uhr

Start und Ziel vor Glückstadt waren für die Zuschauer optimal, aber auch die gesamte Unterelbe entlang bot das Feld der Nedderelv-Regatte ein imposantes Bild. Aufkommender Wind mit bis zu acht Beaufourt sorgte für hohes Tempo bei den Seglern, aber auch für manchen Ausfall bei den kleinen Jollen. Diese Bilanz zog Wettfahrtsleiter Volker Steenbock vom Segler-Verein Elmshorn nach der 64. Auflage der traditionellen Regatta.

Das schnellste Boot nach gesegelter Zeit war der Katamaran „Fleyer“ von Dirk Bargende vom Wassersportverein Kollmar. In 1:18 Stunden raste er über die Elbe. Sieger nach berechneter Zeit wurde Jens Reimers mit seinem Hoby 16 Katamaran, ebenfalls vom WSV Kollmar, mit 1:31:55 Stunden. „Eine Umrechnung ist erforderlich, um unterschiedliche Bootsklassen gerecht miteinander vergleichen zu können“, erläuterte Steenbock. Die schnellste Jolle kam vom SVE: Tim Schilling siegte mit 2:35:41 Stunden auf dem Pirat „No Limit“ um Haaresbreite vor Willem Bloching von der SV Glückstadt (2:35:42 Stunden) mit „Blanker Hans“. Das schnellste Dickschiff wurde von David Kortmann gesegelt. Die Yacht „Wasmuss“ vom SVB wurde mit 2:21:55 Stunden berechnet. Die Siegerehrung fand in den Hallen der Yachtwerft Glückstadt statt.

Mit 33 Meldungen und schließlich 30 gestarteten Booten wird die Nedderelv-Regatta 2015 bei den Seglern immer beliebter. Das Feld umfasste 16 Dickschiffe, fünf Katamarane und neun Jollen. Bei den Jollen starteten viele Nachwuchssegler aus Glückstadt, Kollmar und Elmshorn. Die Teilnehmer kamen insgesamt von neun Vereinen der Nedderelv-Gruppe, in der mehr als 40 Segelvereine der Elbe zusammengeschlossen sind. „Leider meldeten rund 30 Vereine keine Teilnehmer. Das muss sich zur Jubiläums-Regatta ändern“, forderte Steenbock. 2016 steht die 65. Wettfahrt an. Die meisten Teilnehmer in diesem Jahr kamen aus Glückstadt (12) und aus Kollmar (10).

Das Wetter lieferte einen unerfreulichen Superlativ. Denn eine Sturmfront zog mit nicht erwarteter Stärke von gut acht Beaufort Wind, Starkregen und Hagel über das Regattafeld. Wer zur rechten Zeit am rechten Fleck war, hatte Glück. Leider fielen die meisten Jollen dem Wetter zum Opfer. Nur drei von zehn gemeldeten Jollen erreichten das Ziel. Viele retteten sich in den Kollmaraner Hafen, andere nahmen den Seglergruß „Mast und Schotbruch“ leider zu wörtlich.

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