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Mehr als nur zwei Spielerinnen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Geschwister im Sport Gesa und Marlis Beyersdorf engagieren sich auf vielen Feldern in der Volleyball-Gemeinschaft Elmshorn

Als Kinder fangen Geschwister oft den gleichen Sport an. Wie es ist, wenn sie auch im Erwachsenenalter dabei bleiben und vielleicht sogar in einer Mannschaft spielen, erzählen sie in einer losen Serie. Heute: Gesa und Marlis Beyersdorf von der Volleyball-Gemeinschaft Elmshorn.

Die Schwester als gleichberechtigte Mitspielerin im Team zu haben, das wollen die beiden Volleyballerinnen Gesa und Marlis Beyersdorf in der nächsten Saison wieder erleben. Noch bis zum Saisonende hat sich die 35-jährige Gesa eine Auszeit von der zweiten Frauenmannschaft der Volleyballgemeinschaft Elmshorn (VGE) genommen. Der Grund für die Sport-Pause der Gymnasiallehrerin ist fast sechs Monate alt und hält seine Mutter gut auf Trab: Ocke. Er wurde in eine echte Volleyballfamilie hineingeboren, denn auch sein Vater Martin Stegemann ist Zuspieler bei den Verbandsligamännern der VGE. Ob Ocke später die gleiche Liebe zum Volleyball entwickelt wie seine Familie, wartet Gesa Beyersdorf ab: „Wir werden ihn bei jedem Sport unterstützen. Zu seiner Geburt hat er allerdings von den Volleyballern einen Mini-Volleyball und zwei Bodies mit unseren Rückennummern geschenkt bekommen.“

Zum Volleyball kamen die Schwestern schon früh, Marlis über einen Umweg. Sie begann mit acht Jahren das Tanzen. „Unsere Familie wohnte in Klein Nordende und das Clubheim des TTC Elmshorn war in der Nähe“, erinnert sich die 30-Jährige, die in Barmstedt als Apothekerin arbeitet. „Unsere Eltern tanzten dort und so habe ich das auch angefangen.“

Gesa hatte zu der Zeit bereits Ballkontakt, denn sie ging mit zehn Jahren in Klein Nordende zum Anfänger-Training der VGE. „Ich blieb meiner Grundschullehrerin Ilse Gaarz über die Schule hinaus treu“, schmunzelt sie. „Am Anfang war das für mich ganz schön komisch, dass ich im Training Ilse zu ihr sagen durfte und sie doch sonst Frau Gaarz für mich war.“

Marlis Beyersdorf stieß über die Volleyball-AG von Rüdiger Proske in der KGSE dazu. „Ich kam bei einer Volleyball-Projektwoche auf den Geschmack und trat mit 14 in die VGE ein. Mit dem Tanzen hatte ich da schon aufgehört.“

Auch die mittlere Beyersdorf-Schwester, Wiebke, hatte den Ballsport ausprobiert, sich aber fürs Reiten entschieden. Beim Volleyball-Stadtpokal spielt sie jedoch mit ihren Schwestern und weiteren Spielern und Spielerinnen aus den zweiten VGE-Mannschaften im Team „Schild sucht Kröte“.

Gesa und Marlis Beyersdorf sind nicht nur Außenangreiferin und Mittelblockerin der VGE II, sondern engagieren sich auch außerhalb des Spielfelds für ihren Sport. Marlis wird ab dem Saisonende Janina Snihotta als stellvertretende Vorsitzende der VGE ablösen, die für ein Jahr den Vorsitz der Volleyballer übernimmt. Außerdem war sie in die Organisation der Trainingslager für die VGE-Jugend eingebunden. Gesa wiederum war mehr als zehn Jahre Frauenwartin und gab diesen Posten erst im vergangenen Jahr ab. Zusätzlich fungierte sie einige Jahre als Trainerin der VGE II. „Ich hatte 2009 Bandscheibenprobleme und durfte keinen Sport machen. Unser Team spielte damals in der Bezirksliga“, erinnert sich Gesa Beyersdorf. „Für Mannschaften auf diesem Niveau ist es schwer einen Trainer zu finden. Daher habe ich diese Aufgabe übernommen.“ Im Februar 2014 stieg sie als Spielertrainerin wieder aktiv in das Team ein.

Heute sind beide Schwestern glücklich, dass Wolfgang Weller ihr Team trainiert. „Er analysiert nach jedem Spieltag unsere Schwachpunkte und geht auf sie im Training besonders ein. So bereitet er uns auch auf unseren letzten Spieltag am 1. April vor“, berichten die Schwestern. „Wir sind sehr froh, dass wir Wolfgang haben. In unserer altersmäßig durchmischten Mannschaft kennen wir einander gut und verstehen uns auf und neben dem Feld. Da wir auch leistungsorientiert sind, wollen wir gut spielen und gewinnen. Dafür nehmen wir gern Wolfgangs hartes Training in Kauf.“ Aktuell belegt die VGE II den dritten Platz.


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