Fussball-Landesliga : Mal seifig, mal hart gefroren

Ramponiertes Geläuf: FCE-Coach Dennis Usadel muss mit seinem Team auf den Trainingsplatz an der Wilhelmstraße ausweichen.
Ramponiertes Geläuf: FCE-Coach Dennis Usadel muss mit seinem Team auf den Trainingsplatz an der Wilhelmstraße ausweichen.

An Spielbetrieb ist auf dem Hauptplatz des FC Elmshorn weiterhin nicht zu denken

shz.de von
09. März 2018, 16:01 Uhr

Der erste Blick, er täuscht. So grün der Rasen an der Wilhelmstraße auch scheint, so wenig wird hier heute Abend Fußball gespielt werden können. Die Verletzungsgefahr für die Akteure wie auch die Angst, das Gras vollkommen zu zerstören, sind zu groß, als dass der FC Elmshorn seine Landesliga-Partie gegen den Harburger TB austragen könnte. Gestern Nachmittag wurde die Begegnung wenig überraschend abgesagt.

„Es friert doch nachts immer wieder“, sagt Rainer Klaar und erläutert die Folgen für das nur scheinbar saftige Grün: „Oben ist der Platz seifig und unten tief und hart gefroren.“ Ein Zustand, der dem Teammanager und Vizepräsidenten des Vereins zunehmend die Sorgenfalten in die Stirn treibt. FCE-Trainer Dennis Usadel geht es genau so: „Wir wollen ja gerne spielen“, sagen beide unisono. Aber ohne Kunstrasen geht wahrscheinlich noch über Wochen nichts.

Selbst ein Training ist auf dem Geläuf nicht möglich. „Wir haben das letzte Mal richtig am 4. Februar auf dem Platz trainiert“, sagt Usadel. Seither muss er mit dem inzwischen ramponierten und kaum noch mit Rasen bedeckten kleinen Platz an der Stirnseite der Anlage vorlieb nehmen. Gerade dies zeigt jedoch, warum so viel Rücksichtnahme gefordert ist.

Zum einen geht es darum, den Hauptplatz nicht auf Dauer kaputtzumachen. „Du trägst die obere Schicht ab“, weiß Klaar. Bei jedem Antritt flögen Grassoden aus dem Rasen, bei jeder Grätsche würde ein Spieler eine tiefe Furche ziehen. All das könnte man zwar wieder festtreten, doch so lange die Temperaturen die Fünf-Grad-Marke unterschreiten, wächst Gras nicht an.

Der andere Aspekt – aus Sicht des Teammanagers und vor allem aus der des Trainers der wichtigere – ist die Gesundheit der Spieler. Klaar: „Die Verletzungsgefahr ist zu groß.“ Er sieht besonders den Bänderapparat als belastet an. Usadel präzisiert: „Es ist gefährlicher, weil du auf hart gefrorenem Boden bei den Unebenheiten viel leichter umknicken kannst.“ Bislang sind die Spieler aber davon verschont geblieben. Lediglich die für diese Jahreszeit typischen grippalen Infekte hatten den einen oder anderen Akteur vorübergehend aufs Krankenbett geschickt.

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