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Fussball-Oberliga : Mal Kumpel, mal harter Hund

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der neue Elmshorner Trainer Florian Gossow will viel mit den Kickern sprechen.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Harter Hund oder eher der Kumpeltyp – wie charakterisiert sich Florian Gossow, neuer Trainer des FC Elmshorn, selbst? „Von allem ein bisschen“, antwortet der 41-Jährige. Das hänge auch der jeweiligen sportlichen Situation ab. In einem war sich der mit einer Trainer-B-Lizenz ausgestattete Übungsleiter indes schon vor dem ersten gemeinsamen Training mit den absteigsbedrohten Oberligafußballern von der Wilhelmstraße sicher: „Haudrauf ist momentan sicher die letzte Möglichkeit.“ Er wolle viel mit den einzelnen Spielern sprechen, denn: „Über die Mannschaft ist schon viel gesprochen worden.“

Was gesprochen wurde, war zuletzt nur in Ausnahmen wirklich positiv. Dazu zählten das 2:2-Unentschieden gegen die derzeit kriselnden TuS Dassendorf, das 3:3 gegen den SC Condor und die erste Halbzeit beim unglücklichen 2:3 gegen Altona 93 vor drei Tagen. Dazwischen lagen blutleere Vorstellungen wie zum desaströsen 0:5 beim SC Vier- und Marschlande (in dessen Folge Bernd Ruhser seine Sachen packte).

Dabei hat Gossow, wie auch der mit ihm verpflichtete Mittelfeldakteur Jeton Arifi, durchaus seinen Anteil am Niedergang des FCE. Am dritten Spieltag waren beide schon einmal an der Wilhelmstraße – damals noch in Diensten von Germania Schnelsen. Die Gäste gewannen die schwache Partie bekanntlich 1:0 durch einen Geniestreich Arifis. Zwei Wochen später bestritten beide ihre letzte Partie für Germania: Gossow wurde entlassen; Arifi bat im gleichen Zuge, wie auch die schon vor ihm beim FCE untergekommenen Jürgen Tunjic und Goran Domazet, um Vertragsauflösung.

Dass nun auch Arifi an der Krückau anheuerte, war kein Zufall. Der trickreiche Akteur und der Trainer hatten sich gegenseitig versprochen, dorthin zu gehen, wohin der andere auch geht. So saßen beide gemeinsam am Sonntag mit dem FCE-Vorstand um Präsident Michael Homburg an einem Tisch, als die Entscheidung fiel. „Ich habe ihn gefragt, ob bei ihm alles klar war. Als er Ja gesagt hat, habe ich auch zugesagt“, schilderte Gossow den Verlauf des Gesprächs. Arifi ist erst nach der Winterpause spielberechtigt, wenn Gossow möglichst noch zwei weitere Neuzugänge haben möchte „Das reicht, um ein Zeichen zu setzen.“

Eigentlich, so sagte der selbstständige Inhaber eines Reinigungsdienstes in Hamburg, hätte er nach dem Rausschmiss bei Germania Schnelsen am 29. August eine längere Pause machen wollen. „Aber letztlich ist nicht alles planbar“, so der gelernte Bankkaufmann mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen. Planbar ist der Erfolg, besonders mit den nun folgenden Kreisderbys gegen die die Oberligatabelle anführenden VfL Pinneberg und SV Halstenbek-Rellingen auch nicht, doch um spätestens in drei Wochen gegen den USC Paloma punkten zu können, hat Gossow zumindest eines sich ganz fest vorgenommen: „Es geht heute mit Vollgas los.“

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