zur Navigation springen

Fussball-Oberliga : Macht Wiedersehen Freude?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neuzugang Theodoros Ganitis trifft mit dem Wedeler TSV auf seinen Ex-Verein Concordia

Es ist gar nicht mal so lange her, da trug er noch das Trikot von Concordia. Erst seit neun Tagen zählt Theodoros Ganitis offiziell zum Kader des Wedeler TSV – und schon steht am Sonntag das Duell mit seinem Ex-Verein bevor. „Natürlich ist das ein besonderes Spiel“, sagt der Mittelfeldspieler des hiesigen Fußball-Oberligisten vor dem schnellen Wiedersehen mit seinen ehemaligen Teamkollegen. Ganitis weiß genau, was auf ihn und Wedel zukommt: „Cordi hat viele Neue dabei und eine gute Offensive. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe.“

Für Wedel hat Ganitis gleich in seinem Debüt beim 3:3-Ligaauftakt gegen Curslack-Neuengamme getroffen und auch beim 5:0 unter der Woche im Oddset-Pokal gegen den Heidgrabener SV war der Linksfuß erfolgreich. Wie viele Treffer er sich in der Saison vorgenommen hat? „Das spielt für mich keine Rolle. Hauptsache die Mannschaft ist erfolgreich“, gibt sich der Deutsch-Grieche bescheiden.

Für den Erfolg mit seiner neuen Truppe nimmt Ganitis, der im Jugendbereich unter anderem für den FC St. Pauli gespielt hat, auch einen hohen Aufwand in Kauf. Von seiner Wohnung in Harburg benötigt er 45 Minuten mit dem Auto nach Wedel – und das mindestens dreimal pro Woche. „Bislang war ich nur zweimal da, an den anderen Tagen haben wir gespielt. Aber die Mannschaft hat mich gut aufgenommen, man fühlt sich hier wohl“, sagt der Neu-Wedeler.

Um nach zwei Siegen im Pokalwettbewerb jetzt auch in der Liga einen Erfolg einzufahren, müsse man sich noch im Defensivverhalten steigern, wie Ganitis befindet. „Drei Gegentore in einem Spiel sind natürlich zu viel. Wir haben einfache Fehler gemacht, die müssen wir abstellen“, so die selbstkritischen Worte des 23-Jährigen.

Wie man es gegen Concordia am besten nicht macht, wissen die Wedeler aus der Vorsaison noch ganz genau. In einem aberwitzigen Spielverlauf hatten die Rolandstädter zwischenzeitlich mit 3:0 und 5:3 die Nase vorne, um dann in einer surrealen Schlussphase noch mit 5:8 abgeschossen zu werden. Für Ganitis war es damals der letzte Pflichtspiel-Auftritt im Elbestadion – jetzt kommt es knapp zehn Monate später zu seinem Heimdebüt in Wedel mit veränderten Vorzeichen.

Beim heutigen Auswärtsspiel gegen den FC Süderelbe hat Thorben Reibe die Qual der Wahl. „Unter der Woche waren wir 26 Mann im Training. Das ist dann schon eher ein Luxusproblem“, sagt der Trainer des VfL Pinneberg und wird daher den einen oder anderen Akteur an die zweite Mannschaft abgeben, die am Sonntag im Kreisderby auf Oberliga-Absteiger SV Halstenbek-Rellingen trifft.

Um sich auf das Kunstrasengeläuf in Süderelbe einzustellen, haben die VfL-Fußballer eine Trainingseinheit unter der Woche extra nach Tornesch verlegt. „Wir wissen, dass wir unsere Probleme auf Kunstrasen haben. Andere Teams sind uns da im Vorteil“, weiß Reibe, der mit seiner Elf in der Vorsaison mit 1:6 am Kiesbarg untergegangen ist. Trotzdem erwartet der VfL-Trainer gegen Süderelbe, das zum Auftakt 0:4 in Rugenbergen verloren hat, diesmal „ein ausgeglichenes Spiel“.

Ähnlich sind die Vorzeichen beim SV Rugenbergen für Chefcoach Ralf Palapies. Nach dem 4:0 gegen Süderelbe legten die Bönningstedter unter der Woche im Oddset-Pokal mit einem 10:0 gegen Kreisligist Cosmos Wedel nach. Dabei schlug die Stunde der Neuzugänge Konstantinos Kordistos (fünf Treffer), Sulayman Dampha (4) und Moussa Mane (1). „Die drei Akteure haben dem Trainerteam eine echte Denkaufgabe mit auf den Weg gegeben“, so Palapies mit Hinblick auf die Auswärtspartie am Sonntag beim Aufsteiger TSV Sasel (15 Uhr). Zum Ligaauftakt hatte der 47-Jährige den Offensivakteuren Patrick Hoppe, der zweimal traf, sowie Pascal Haase (zwei Vorlagen) das Vertrauen geschenkt. Alle fünf Akteure haben somit ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben eingereicht.

Trotz der aktuellen Offensivstärke erwartet Palapies eine schwere Aufgabe auf dem Kunstrasenplatz am Saseler Parkweg. „Wir haben in den vergangenen Jahren häufig in Sasel getestet und wissen um die Stärken des Aufsteigers“, mahnt der Coach zur Vorsicht.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 04.Aug.2017 | 16:20 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen