Porträt : Lösungen für Jugend gesucht

Seit drei Wochen ist Michael Homburg nun Präsident des FC Elmshorn. Er will in der Jugendarbeit aktiv werden.
Seit drei Wochen ist Michael Homburg nun Präsident des FC Elmshorn. Er will in der Jugendarbeit aktiv werden.

FC Elmshorn: Der neue Präsident Michael Homburg über Gespräche mit Holsatia und FTSV Fortuna

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11. Juli 2014, 16:00 Uhr

Den Rückhalt seiner Frau weiß Michael Homburg hinter sich, den seiner beiden Söhne sowieso – die spielen selbst, sind zudem Schiedsrichter oder Jugendtrainer. „Fußball ist absolut mein Hobby und wir sind eine Fußballerfamilie“, sagt der vor drei Wochen ins Amt gewählte neue Präsident des FC Elmshorn, der künftig mit Sicherheit mehr Zeit auf der Ebene des Funktionär aufbringen muss als noch in den Monaten zuvor, da er nur Vizepräsident Jugend war. Großes Aufheben mag er darum aber nicht machen. „Man soll das nicht überdramatisieren“, sagt Homburg.

Zudem hat er einen großen, vor allem in der Öffentlichkeit wahrgenommenen, Teil des großen Ganzen delegiert: Die Oberligaelf verantwortet Bert Ehm als Ligamanager; den Part im Vorstand übernimmt Homburgs Vorgänger Helge Melzer als Beisitzer. „Dafür habe ich nicht die Zeit und die Vernetzung in Hamburg“, so Homburg zu dieser Trennung. Nur so viel noch: „Wir sind nicht die Bayern oder Dortmund der Oberliga, eher Mainz oder Augsburg.“

Da die beiden letzt genannten Klubs zuletzt mit ihrer Nachwuchsarbeit von sich reden machen, ist der 48-Jährige schnell bei seinem eigentlichen Lieblingsthema angelangt: der Jugendarbeit. Das beschränkt sich nicht allein auf den FCE, wo endlich einmal wieder alle Altersklassen besetzt sind. Für Homburg ist das ein Thema für ganz Elmshorn. Dass es bereits Gespräche mit Holsatia im EMTV über eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit gegeben hat, ist ein offenes Geheimnis. Ebenso wie die Tatsache, dass die SV Lieth sich als in Klein Nordende heimisch fühlender Verein daran nicht beteiligt war.

„Wir müssen intelligente Lösungen finden“, so Homburg über die bekannten Probleme, gerade in den älteren Jahrgängen ab der C-Jugend aufwärts, spielstarke Mannschaften zu formen. Für mögliche Vereinsstrukturen sei er offen, betonte aber auch: „Als FC Elmshorn haben wir eine Verantwortung für den Stadtteil Hainholz.“ Daher müsse man den Breitensport ebenso wie den Leistungsbereich im Blick haben.

Befassen muss sich Homburg auch mit einem anderen Erbe seines Vorgängers: der gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem FTSV Fortuna Elmshorn über einbehaltene Anteile an Beitragseinnahmen. Er hoffe auf ein Urteil im dritten Quartal. „Ich gehe davon aus, dass es vorher keine Gespräche geben wird“, so Homburg. Obwohl: Bedarf dafür sehe er schon, denn über den vor Gericht anhängenden Zeitraum gebe es ja auch ein laufendes Jahr.

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