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Fußball-Bezirksliga : Lebenszeichen eines Teams

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

TSV Seestermüher Marsch gewinnt schwaches Abstiegsderby in Sparrieshoop 1:0

shz.de von
erstellt am 15.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Eins lässt sich nunmehr wohl deutlich aus der 0:1-Niederlage des TSV Sparrieshoop im Derby gegen den TSV Seestermüher Marsch ableiten. Für die Sparrieshooper Bezirksliga-Fußballer, die gleichzeitig auch die rote Laterne in der Staffel West übernommen haben, wird jedes einzelne der folgenden elf Spiele ein Finale gegen den Abstieg werden. Zu schwach war einfach die mannschaftliche Leistung über 90 Minuten hinweg.

Den Gästen aus der Marsch, bei denen im ersten Durchgang auch nicht alles rund lief, war wenigstens in Halbzeit zwei der Wille zum Erfolg anzumerken. Und sie hatten mit Hendrik Mühlenkamp den entscheidenden Spieler in ihren Reihen, der so eine Begegnung allein entscheiden kann.

Mühlenkamp profitierte von einem ganz dicken Patzer von Sparrieshoops Linksverteidiger Valera Zbandut, der den Ball in Strafraumnähe mit dem Kopf zu Keeper Malte Ladehof zurückspielen wollte – geschätzte 30 Zentimeter über dem Boden. Sicher gut gemeint, musste so eine Aktion angesichts eines bereits auf so einen Schnitzer lauernden Instinktfußballers wie dem Siebener der Gäste in die Hose gehen. Nach einem kleinen Schlenker Mühlenkamps vorbei an Ladehof schob dieser den Ball direkt ins Tor. Es war die Entscheidung in der 52. Minute in einer insgesamt arm an Torchancen dahin plätschernden Begegnung.

Und so war es schon symbolträchtig, wie Christian Kullock-Braun nach Abpfiff auf der Trainerbank der Hausherren saß. Mit leerem Blick auf einen imaginären Punkt im Nichts schauend. „Ich weiß im Moment grad gar nichts“, sagte er und es war regelrecht zu spüren, wie sehr er an dem schwachen Auftritt seiner Mannschaft litt. „Was die uns heute angeboten haben, war eine Frechheit“, hörte man auf der gegenüberliegenden Seite seinen Sportlichen Leiter Stefan Moritz mehr zu sich selbst sagen.

Einzig Andreas Hermeling, Chefcoach der Märschler, freute sich. „So ist der Sieg in Tornesch wenigstens etwas wert“, jubelte er; der Klub aus Seestermühe kann kommendes Wochenende gegen den schwächelnden SSV Rantzau nachlegen.

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