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Handball-Hamburg-Liga : Lazarett füllt sich weiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kreuzbandriss von HTS/BW 96-Akteurin Jenny Stenzel überschattet Derby

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2016 | 16:00 Uhr

Drama beim Lokalderby der Handballerinnen in der Hamburg-Liga. Nicht nur, dass die SG Halstenbek/Blau-Weiß 96 Schenefeld mit 23:34 (12:17) beim TuS Esingen verlor, so langsam nimmt auch die Verletztenliste des Gäste-Teams dramatische Züge an.

Mit Jenny Stenzel verletzte sich die sechste Stammspielerin schwer. Stenzel hatte sich in einem Zweikampf in einer sehr fairen Partie in der 13. Minute das Knie verdreht. Auch Sofortmaßnahmen durch Esingens Physiotherapeutin konnten die Horrordiagnose nicht verhindern: Kreuzbandriss und damit auf jeden Fall das Saisonende – wenn nicht noch mehr – für die Top-Torschützin der SG HTS/BW 96. Und da auch für Vanessa Hellwig (Muskelbündelriss) sowie für weitere Stammkräfte die Saison vorbei ist, macht sich HTS-Coach Mirco Demel angesichts des Lazaretts Sorgen um den weiteren Saisonverlauf. „Bei uns geht es gegen den Abstieg“, so der Coach besorgt, dem kaum noch Spielerinnen zur Verfügung stehen, die den Aufgaben der Hamburg-Liga gewachsen sind. „Uns fehlt nun die Quantität wie auch die Qualität“, so Demel, dessen Team in einer Mannschaftssitzung das weitere Vorgehen besprechen will. „Wir müssen klären, wohin der Weg führt.“

Zumal der SG HTS am „grünen Tisch“ die zwei Punkte des Siegs gegen die SG Altona wegen des angeblichen Einsatzes einer nicht spielberechtigten Jugendspielerin abgezogen wurde. Dagegen hat der Verein allerdings Widerspruch eingelegt, der nun vor dem Sportgericht verhandelt wird. Und so nahm auch TuS-Trainer Jan-Henning Himborn den klaren Sieg nur mit einem Kopfnicken zur Kenntnis – und schickte Genesungswünsche zum Kreisrivalen. „Es ist nie schön, wenn sich Spielerinnen verletzen, gute Besserung von uns“, so Himborn. Mit dem Sieg hat sich der TuS zum ersten Verfolger des unangefochtenen Tabellenführers SG Niendorf/Wandsetal aufgemacht. „Wir gehen unseren Weg“, so Himborn – und der führt in Richtung Ligaspitze.

Bei den Männern kann der TSV Ellerbek so langsam den Aufstiegssekt kalt stellen – und sollte eine Kiste nach Barmstedt schicken. Denn der BMTV schaffte beim TuS Aumühle/Wohltorf die Sensation und gewann mit 27:25 (13:10) – bleibt aber in einer ausgeglichenen Liga weiter mitten im Abstiegskampf. Die Ellerbeker gewannen indes durch ein Tor von Felix Albrecht (59.) knapp mit 25:24 (10:8) gegen den SC Alstertal-Langenhorn – und bauten die Tabellenführung auf drei Punkte aus.

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