Fussball : Kummerfeld im Tal der Tränen

Die Akteure des Kummerfelder SV waren nach der verpassten Meisterschaft am Boden zerstört.
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Die Akteure des Kummerfelder SV waren nach der verpassten Meisterschaft am Boden zerstört.

C-Junioren verpassen Meisterschaft

shz.de von
26. Juni 2017, 16:00 Uhr

Es war alles angerichtet für einen packenden Saisonabschluss. Die C-Junioren-Fußballer des Kummerfelder SV, aufgrund des besseren Torverhältnisses Tabellenführer der Oberliga, empfingen am letzten Spieltag den punktgleichen Tabellenzweiten USC Paloma aus Hamburg. Als wäre das nicht schon nervenaufreibend genug, hätte sich im Falle einer Punkteteilung an der Quickborner Straße indes der Tabellendritte Eintracht Norderstedt mit einem zeitgleichen Sieg gegen den Walddörfer SV die Meisterschaft gesichert.

Norderstedt erfüllte seinerseits die Pflichtaufgabe, setzte sich mit 2:0 durch. Die verzwickte Ausgangssituation sollte nicht spurlos an den Teams aus Kummerfeld und Hamburg vorbeigehen. Die Nerven lagen auf dem Rasenplatz in Borstel-Hohenraden über weite Strecken blank – im Endeffekt behielt Paloma den kühleren Kopf und setzte sich mit 2:1 (0:0) durch.

Keines der beiden Teams wollte sich zu Beginn indes einen Fehler erlauben. Kurz vor der Pause war es dann aber so weit. Im Strafraum der Gäste wurde Theo Schröder unsanft zu Fall gebracht. Timo Kölln schnappte sich das Leder, scheiterte jedoch am glänzend aufgelegten Paloma-Keeper Philip Grabitz (35.).

Die Hausherren ließen sich von diesem Nackenschlag allerdings nicht beirren. Nach einem Freistoß köpfte Jesse Schmahl zum Führungstreffer ein (49.), die Meisterschaft war zum Greifen nah. „Wir hatten das Spiel vollends unter Kontrolle und dann kassieren wir so einen Gegentreffer“, konnte es KSV-Coach Simon Hatje selbst nicht fassen. Drei Minuten vorm Abpfiff wurde ein Distanzschuss der Gäste abgefälscht – 1:1. „Wir wussten vom Ergebnis aus Norderstedt, dementsprechend gingen die Köpfe der Jungs nach unten“, so Hatje.

Eine ganz andere Körpersprache legte indes USC Paloma an den Tag. Die Gäste hatten nun Blut geleckt und zerstörten nur zwei Minuten später endgültig die Titel-Träume der Kummerfelder und kürten sich dank des 2:1-Siegtreffers zum neuen Oberliga-Meister.

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