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Fussball-Oberliga : Kriegt Fischer am Sonntag die Krise?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

VfL Pinneberg gegen Buxtehude unter Druck. HR will Revanche. SV Rugenbergen erwartet „anderes Spiel“ in Niendorf.

Fragt man Michael Fischer dieser Tage, ob er nach drei Pleiten aus den ersten vier Saisonspielen schon das berüchtigte „K-Wort“ in den Mund nimmt, entgegnet der Trainer der Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg gewohnt humorvoll: „Welches K-Wort? Kummer? Krampf? Katastrophal?“

Den Begriff „Krise“ lässt sich der 47-Jährige nicht entlocken – noch nicht. „Ich bleibe dabei: Man darf nicht vergessen, gegen wen wir verloren haben – Dassendorf, Vicky, HR.“ Aber nach einer kurzen Pause ergänzt Fischer ernst: „Sollten wir aber am Sonntag gegen Buxtehude (15 Uhr, d. Red.) erneut nicht gewinnen, dann wäre es eine Krise.“

Gegen den Abstiegskandidaten aus dem Landkreis Stade wird es ein Sechs-Punkte-Spiel, der VfL ist unter Druck. Kriegt Fischer am Sonntag die Krise? Oder reißt sein Team das Ruder rum? „Von der Qualität her, sollten wir es packen.“

Mangelnde Einstellung

Aber: Zuletzt zogen nicht alle Spieler wie gewohnt mit. Fischer beklagt bei seinen Akteuren eine mangelnde Einstellung. Beispiele: Bereits dreimal in der noch jungen Spielzeit kamen VfL-Spieler zu spät zum Treffpunkt vor wichtigen Partien, verschliefen oder bekamen ihr Zeitmanagement nicht in den Griff.

Negativer Höhepunkt: Keeper Norman Baese traf zum Derby gegen Halstenbek-Rellingen (0:1) erst 20 Minuten vor dem Anpfiff am Thesdorfer Weg ein. Auch die Trainingsbeteiligung ist mau. „Ich habe das mal ausgerechnet: Im Schnitt hat jeder Spieler aus unserem 24-Mann-Kader im Juli neun Einheiten versäumt. Das ist mir zu viel. Es mangelt an der Fitness – für die Oberliga reicht das nicht“, beklagt Fischer, der die Zügel deshalb anziehen und die Startelf gegen Buxtehude kräftig durchmischen will. Problem: Er hat kaum Alternativen. Tim Jeske und Fabian Knottnerus machen Urlaub, Spielmacher Brameier weilt weiterhin in Tansania, Finn Lüneburg, Hendrik Boesten und Philipp Werning sind allesamt angeschlagen und Christian Dirksen bekommt nach Trainingsrückstand Spielpraxis bei der Zweiten (Landesliga). Positiv: Der erst 17-jährige Dario Ivanko empfahl sich gegen HR mit einem guten Auftritt für die Startelf. Keine Krise, aber einen Rückschlag erlitt der SV Rugenbergen. Das jüngste 0:3 bei Barmbek-Uhlenhorst nach davor drei Siegen am Stück bewertet Co-Trainer Knut Aßmann aber als „Dämpfer zur rechten Zeit.“ Am Sonntag in Niendorf (14 Uhr) soll es wieder in die andere Richtung gehen. „Das wird ein ganz anderes Spiel. Anders als BU wird Niendorf mitspielen und uns Räume lassen, was uns mehr liegt.“ Patrick Ziller wird ins Team zurückkehren. Keeper Dennis Schultz (Rücken) muss passen, Jannis Waldmann wird das Tor hüten.

Revanche am Kiesbarg

Derweil ist die Stimmung bei der SV Halstenbek-Rellingen vor der heutigen Partie beim FC Süderelbe (20 Uhr) bestens. Ümit Karakaya kehrt in den Kader zurück und auch der im Derby gegen Pinneberg hart attackierte Braima Balde ist wieder fit. Coach Thomas Bliemeister hat noch den letzten Auftritt am Kiesbarg im Hinterkopf, als sein Team spät durch einen 35-Meter-Freistoß, den Ex-Keeper Adrian Matthäi unterschätzte, 1:2 verlor: „Da war die Stimmung auf dem Nullpunkt.“ Aber: Neu-Keeper Mirko Oest überzeugte gegen Pinneberg auch beim Parieren von Freistößen. „Das war seit den Spielen von Claus Reitmaier die beste Leistung eines Keepers im HR-Trikot“, lobt Bliemeister und hofft, mit diesem Rückhalt Punkte entführen zu können. Die will das Team beim anschließenden Mannschaftsabend auf der Reeperbahn in Hamburg feiern. 

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erstellt am 28.Aug.2015 | 16:00 Uhr

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