Fussball-Oberliga : Konkurrenzkampf 2.0

Im Pokal im Tor: Rugenbergens Keeper Patrick Marciniak will sich für weitere Einsätze empfehlen.
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Im Pokal im Tor: Rugenbergens Keeper Patrick Marciniak will sich für weitere Einsätze empfehlen.

Die Rugenbergener Torhüter Jannis Waldmann und Patrick Marciniak helfen sich gegenseitig zu Topleistungen

shz.de von
10. August 2018, 14:56 Uhr

Sport und Konkurrenzkampf – zwei Begriffe, die fest miteinander verwurzelt sind. Während die meisten internen sowie externen Duelle von Neid, Leistungsdruck und dem eigenen Ego der jeweiligen Protagonisten zerfressen sind, stellen Patrick Marciniak und Jannis Waldmann seit knapp einem Jahr erfolgreich unter Beweis, dass es auch anders geht. „Wir verstehen uns super, stacheln uns gegenseitig zu besseren Leistungen an“, sagen die beiden Oberliga-Torhüter des SV Rugenbergen unisono.

Bereits in der vergangenen Spielzeit ließ Ex-Coach Ralf Palapies beide Keeper regelmäßig zum Einsatz kommen. Waldmann (25) absolvierte 18 Ligaspiele, der ein Jahr ältere Marciniak kam auf 16 Oberligaspiele und war zudem im Oddset-Pokal gesetzt. In der laufenden Saison haben die Schlussmänner unter Neu-Trainer Thomas Bohlen bislang zwei (Waldmann) bzw. drei Pflichtspiele (Marciniak) absolviert, wobei Waldmann in der Liga zwischen den Pfosten stand und Marciniak erneut im Oddset-Pokal den Vorzug erhielt. „Ich gehe davon aus, dass ich auch am Sonntag im Oberliga-Heimspiel gegen den SV Curslack-Neuengamme (14 Uhr, Anm.d.Red.) im Tor stehe“, erklärt Waldmann.

Im Laufe der Saison werden sich – gute Trainingsleistungen vorausgesetzt – die Liga-Einsatzzeiten beider Keeper wieder einpendeln. „Ich habe kein Problem damit, dass Patrick auch erneut in der Liga seine Spielzeit erhalten wird. Er verdient sie sich“, sagt Waldmann über seinen Konkurrenten.

Während Waldmann seit 2013 für den SV Rugenbergen aufläuft, heuerte Marciniak im Juli 2017 in Bönningstedt an. Ein Schritt, den Marciniak nicht bereut. „Ich bin damals vom Bezirksligisten SC Egenbüttel nach Rugenbergen gewechselt. Die Oberliga ist natürlich ein anderes Pflaster, das Niveau höher“, sagt der 26-Jährige, der in der vergangenen Spielzeit immer mehr Selbstvertrauen tankte. Auch dank des gemeinsamen Trainings mit Waldmann unter der Leitung von Torwart-Coach Dennis Schultz. „Wir tun uns gegenseitig gut “, erklärt Marciniak.

Eine außergewöhnliche Situation, die nur funktioniert, da beide Keeper ihr Ego hinten anstellen. „Es herrscht ein positiver Konkurrenzkampf im Team – und das nicht nur bei den Torhütern. Das gesamte Team versteht sich sowohl auf als auch außerhalb des Platzes extrem gut. Das ist nicht alltäglich“, sagt Marciniak.

Dank vier Punkten in der Liga sowie dem Einzug in die vierte Runde des Oddset-Pokals hat der SV Rugenbergen einen nahezu optimalen Saisonstart hingelegt. Geht es nach Waldmann, wird die Elf von Woche zu Woche stärker. „Man darf nicht vergessen, dass uns noch einige Leistungsträger fehlen und wir mit Thomas Bohlen einen neuen Coach haben. Wir sind immer noch in der Findungsphase“, erklärt Waldmann. Auf der Torwart-Position hat der SV Rugenbergen seinen Weg bereits gefunden.

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